Neue Linie profitiert von ihrer Unabhängigkeit
Konstanz (gro) Bei der Neuen Linie Konstanz (NLK) wird kommenden Montag die Bewerberliste für die Gemeinderatswahlen im Juni vorläufig geschlossen. Laut Rüdiger Niedzwietski, dem Vorsitzenden der NLk, gibt es ausreichend Bewerber, um mit 40 Kandidatinnen und Kandidaten in den Wahlkampf ziehen zu können. Erneut habe sich die parteipolitische Unabhängigkeit der Neuen Linie als klarer Vorteil erwiesen. „Das hat das Interesse, bei uns mitzumachen, auch diesmal befördert“, sagt der als Fährewirt bekannte Unternehmer.
Umfangreiche Prozedur mit gehemer Wahl
Die Rangordnung auf der Kandidatenliste, die der Stadtverwaltung zugeleitet und dem Wahlvolk vorgelegt werden wird, wird in einer Mitgliederversammlung ermittelt. „Wir proben da schon mal das Kumulieren und eventuell sogar das Panschieren für die Gemeinderatswahlen im Juni“, sagt der NLK-Vorsitzende. Es gehe „bei uns eben absolut demokratisch zu“, sagt Niedzwietski weiter. Die Rangordnung auf der Liste werde in einer umfangreichen Prozedur in geheimer Wahl ermittelt.
Den politischen Zielen treu geblieben
Im Übrigen ist man bei der Neuen Linie den bekannten politischen Zielen treu geblieben: Man tritt nach wie vor ein für eine Stärkung und Förderung des wirtschaftlichen Potentials der Stadt. Dazu gehört ein klares Ja zu einem Konzert- und Kongresshaus auf Klein Venedig. Die damit verbundenen Verkehrsprobleme werden als lösbar beurteilt. Kommunalpolitik müsse bürgernah, kreativ, demokratisch und durchschaubar sein.






Bürgernah???
Zur Halbtagesstelle zur Koordinierung des Bürgerschaftlichen Engagements im Gemeinderat vom 19.07.07.
„Ein Vergleich mit der DDR, die ihre Bürger organisiert,“ meinte Jürgen Wiedemann hierzu. Die NLK sprach sich gegen diese bürgernahe Halbtagesstelle in der Verwaltung aus. So wurde der Bürger von der NLK abgehängt. Zur kommenden Wahl erinnert man sich wieder ans „Bürgernah“.
Den politischen Zielen also “nicht” treu geblieben! Vielleicht läuft dann mal wieder einer zur nichtunabhängigen SPD über, damit sein Posten im Stadtrat er behalten kann.