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7. April 2009 | Nacktwanderer im Kanton St. Gallen und in Appenzell-Innerrhoden

Vorsicht bei Osterausflügen in die Schweizer Berge

Konstanz/St.Gallen (gro) Die überlange Winterzeit hat besonders sonnenhungrig gemacht. Das zeigt sich in der nahen Schweiz, wo in diesen Tagen erneut Nacktwanderer gesichtet werden. So geschehen im Kanton St. Gallen, am Fusse der Churfirsten. Ein Ehepaar aus Wädenswil am Zürichsee, dem die Nackedeis bei strahlendem Sonnenschein auf dem verschneiten Wanderweg zwischen Wesen und Quinten über den Weg liefen, waren laut einem Bericht des Zürcher „Tagesanzeigers“ so verdattert, dass sie hinterher nicht einmal zu sagen wussten, ob die hüllenlosen Wanderer Rucksäcke getragen hatten oder total „ohne“ waren.

In Innerrhoden 200 Franken Bussgeld

Ein bisschen mehr Erfahrung mit Nacktwanderern habe man im Kanton Appenzell-Innerrhoden, heisst es im „Tagi“. Dort, und zwar im Gebiet des Alpsteins, hätten sich im vergangenen Herbst mehrere Nacktwanderer herumgetrieben. Das habe Politiker ringsum „aus der Haut fahren lassen“. Die Folge davon sei, dass textilfreien Berggängern im Alpstein 200 Franken Busse drohten. Kritiker sehen das skeptisch: Das sei vergleichsweise viel. So koste das so genannte Littering, das achtlose Wegwerfen von Abfall, mit 100 Schweizer Franken gerade einmal die Hälfte, wobei die Nacktwanderer als solche weder Natur noch Menschen Schaden zufügten.

60 Franken für „Mutwillige Belästigung“

Dem entsprechend wollen die Behörden im Kanton St. Gallen auf Sanktionen verzichten. Es sei denn, bekleidete Naturfreunde fühlten sich durch Begegnungen mit hüllenlosen Wanderern empfindlich gestört. Dann könne es durch eine Anzeige unter Umständen zum Tatbestand einer „mutwilligen Belästigung“ kommen, erklärt Hans-Rudolf Arta, Generalsekretär des St. Galler Sicherheits- und Polizeidepartements laut „Tagesanzeiger“. Dann drohe solchen Wanderern eine Busse in Höhe von 60 Franken.

„Als wäre ich zwei Elefanten begegnet“

Die zwei Nacktwanderer, zwei sportlich wirkende Männer im Alter von 30 bis 40 Jahren, die dem Ehepaar aus Wädenswil begegneten, haben allem Anschein nach keinerlei Belästigung im Sinn gehabt. Sie hätten vielmehr mit einem „freundlichen Grüetzi“ aufgewartet und seien, nahtlos braun gebrannt, weiter dahingeschritten, heisst es in dem Bericht weiter. Angesichts von so viel nackiger Haut, sagte der Mann des Paares aus Wädenswil, sei er so verdutzt gewesen, „als wäre ich zwei Elefanten begegnet“.



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2 Kommentare

  1. 1. Kultur

    Naturfreuden…. gleich mehrmals und so preiswert. Grüetzi Schwiezer

  2. 2. Anti-Kultur

    Das “Kultur” etwas gegen Schweizer hat ist ja auch schon länger bekannt

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