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11. April 2009 | Volksabstimmung in der Nachbarstadt Mitte Mai

Kreuzlingen mit „Projekt Boulevard“

Konstanz/Kreuzlingen (gro) Die Nachbarstadt gibt sich eine neue Mitte. Die Planungen sehen vor, das obere Stück der Hauptstrasse in einen veritablen Boulevard zu verwandeln. Das urbane Prachtstück soll zwischen Helvetiaplatz und Löwenkreisel entstehen, und zwar als so genannte Begegnungszone (Mischverkehrsfläche), wie sie auch für den Konstanzer Bahnhofplatz und den unteren Teil der Bodanstrasse vorgesehen ist. Die Kreuzlinger stimmen am 17. Mai über das „Projekt Boulevard“ ab.

Privatunternehmen steuern 50 Millionen Franken bei

Im Wesentlichen geht es bei der Abstimmung Mitte Mai um die Bewilligung von 3,85 Millionen Schweizer Franken (2,7 Millionen Euro). Das sind die veranschlagten Kosten, die auf die Stadt Kreuzlingen zukommen. Der Gemeinderat hat das Projekt im vergangenen Januar bereits einstimmig gutgeheissen. Dies und die Tatsache, dass die Hauptstrasse ohnehin saniert werden muss, lässt Beobachter davon ausgehen, dass sich bei der Volksabstimmung eine breite Mehrheit für das „Projekt Boulevard“ aussprechen wird. Hinzu kommt, dass von Unternehmen im Umfeld der oberen Hauptstrasse, etwa vom „Karussell“ (Coop) und Migros insgesamt 50 Millionen SFr (rund 35 Millionen Euro) investiert werden.

Mit Baumallee, Cafés, Läden und Verkehr

Das Gestaltungs- und Betriebskonzept sei auf der Basis einer Konzeptidee aus der Kreuzlinger Bauverwaltung erstellt worden, heisst es in einer Mitteilung. Der Boulevard wird definiert als ein Strassenzug „mit Baumallee, viel Platz für Fussgänger, Ladenauslagen und Strassencafés, aber auch Verkehr“. Die Neukonzeption der Kreuzlinger Hauptstrasse lasse sich in sich in drei Bereiche gliedern: in den Boulevard Nord vom Helvetiaplatz bis zur Einmündung der Schützenstrasse; in den mittleren Teil mit einer Überleitung zur Schützenstrasse (Richtung „Karussell“/Coop) und den
Boulevard Süd von der Schützenstrasse bis zum Löwenkreisel, heisst es in der Mitteilung der Stadtverwaltung Kreuzlingen weiter.

Höchstgeschwindigkeit 20 Kilometer

Mit dem „neuen Raum- und Gestaltungskonzept“ werde für die Hauptstrasse „ein Stadtraum von hoher Aufenthalts- und Nutzungsqualität“ verwirklicht. Für die Gestaltung soll die gesamte Strassenraumbreite zwischen den Häusern einbezogen werden. Sämtliche Bodenbeläge würden in pflegeleichtem Asphalt gehalten, die Einfassungen in Granit. Die mittlere, durchgehende Verkehrsfläche für Fahrzeuge soll eine Breite von 5 Metern bekommen. Bei der Begegnung zweier Lastwagen oder Busse kann der seitlich zusätzlich vorhandene, freie Strassenbereich mitbenutzt werden, da die Fahrbahn nicht durch Hindernisse begrenzt wird. Die Höchstgeschwindigkeit für Fahrzeuge wird auf 20 Stundenkilometer festgelegt. Foto: Frieder Schindele | TMW



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