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14. April 2009 | Unfrohe Ostern für die Polizei

Mit dem Hammer durch die Altstadt

Konstanz (gro) Mit Kaputzen getarnt und mit einem Eisenhammer ausgerüstet haben sich am frühen Karfreitagmorgen zwei junge Männer in der Konstanzer Altstadt als gewalttätige Einbrecher und Diebe versucht. Gegen 7.30 Uhr wurden die vermutlich aus Nordafrika stammenden Männer von der Polizei in der Rosgartenstrasse entdeckt und überwältigt. Die Räuber hatten dort das Schaufenster eines Uhrengeschäftes eingeschlagen und die Scheibe eines Juweliergeschäftes beschädigt. Es war eines von schier zahllosen Ereignissen, die die Polizei während der Feiertage beschäftigten – und es waren höchst unfrohe Ostern für die diensttuenden Beamten.

Ein grosser BMW als Tatfahrzeug

Die zwei räuberischen jungen Männer, 17 und 19 Jahre alt, wurden beobachtet, wie sie die höchst widerstandsfähige Scheibe des Juweliergeschäftes malträtierten. Die Polizei wurde alarmiert, und da zwei Streifen in er Nähe waren, gelang es schnell, der Täter habhaft zu werden. Der Wagen der beiden Kriminellen, ein PS-starker BMW, wurde sichergestellt. Die Polizeibeamten fanden auch das Einbruchswerkzeug, sowie ebenfalls weggeworfenes Diebesgut. Aus der Auslage des Uhrenladens waren nach Angaben der Polizei Uhren im Wert von „mehreren 1000 Euro“ gestohlen worden. Nach ihrer Festnahme, der sie sich heftig widersetzt hatten, wurden die beiden Männer ins Gefängnis eingeliefert.

„Jahrelang ausgetragene Feindseligkeiten“

Unterschiedlichste Gewalttätigkeiten zogen sich über die gesamten Festtage hin. Bei Streitigkeiten mit häufig betrunkenen Personen, die sich teilweise nicht mehr auf den Beinen halten konnten, wurden die Beamten wiederholt unfreiwillige Zeugen schwerer zwischenmenschlicher Konflikte. „Oftmals“, so heisst es in einer Mitteilung der Polizei, habe man „nur vorübergehend Ruhe in jahrelang ausgetragenen Feindseligkeiten herstellen“ können.

Ohne Führerschein, aber mit Haftbefehl

Die Frauen und Männer des Polizeireviers schritten ferner unter anderem ein bei unerlaubtem Feuermachen, gegenüber Falschparkern und zahllosen Ruhestörungen. Ein 43-jähriger Rollerfahrer, der flüchtete, als er am Ostersonntagvormittag an eine Polizeistreife geriet, entpuppte sich nach seiner Flucht durch halb Petershausen und der sich anschliessenden Festnahme als alkoholisiert und führerscheinlos. Ausserdem stellte sich heraus, dass er per Haftbefehl gesucht wurde.

Massenschlägerei am Seerhein

Einsatzschwerpunkt war wieder einmal der Herosée-Park und das sich anschliessende Ufergelände im Umfeld der ehemaligen Bischofsvilla. Von dort wurde am Samstagabend eine Massenschlägerei mit rund 50 Personen gemeldet. Zwar flüchteten etliche Randalierer, als die Polizei anrückte. Der genaue Sachverhalt ließ sich mit den 14 verbliebenen Personen, meist 16 oder 17 Jahre alt, nicht genau erörtern. Die Reaktionen werden von der Polizei als „unterschiedlich“ bezeichnet, von „kooperativ, bis sehr aufgebracht“. Sofern Alkohol gefunden wurde, wurde der „vernichtet“. Es wurden Platzverweise erteilt und 22-jähriger Mann, der demonstrativ an einen Bauzaum neben Streifenfahrzeugen pinkelte und sich laut Polizei „unverschämt und äußerst aggressiv“ benahm, muss mit einer Anzeige rechnen.

Mysteriöser Fenstersturz in Chérisy

Auch vorerst noch mysteriöser Fenstersturz beschäftigt die Polizei. Im Gebiet Chérisy war eine 34-jährige Frau am Ostersonntagmorgen gegen 1.45 Uhr aus einem geöffneten Badezimmerfenster gut neun Meter in die Tiefe gestürzt. Sie wurde vom Notarzt vor Ort behandelt und schwer verletzt ins Klinikum eingeliefert. In der Cherisystraße hatte im Freien ein Fest an einem größeren Feuer stattgefunden, in das auch eine Wohnung im zweiten Obergeschoss des angrenzenden Hauses einbezogen war. Dort war die Frau, wohl bei einem Gespräch mit ihrem 41-jährigen Lebensgefährten, plötzlich aus dem Fenster gefallen. Beide hatten dem Alkohol zugesprochen. Die Polizei: „Weitere Ermittlungen unter den Festbesucher werden nach deren restlosen Ernüchterung noch folgen müssen.” Foto: Frieder Schindele | TMW



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