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20. April 2009 | Folgekosten der Klein-Venedig-Unterführung nicht erwähnt

Die Röhre soll ganz günstig werden

Konstanz (gro) Für eine Unterführung der Strasse auf der Westseite des Lago unter den Geleisen hindurch und hinüber nach Klein Venedig werden zwar 8 Millionen Euro veranschlagt. Doch die Stadt müsste davon nur einen kleinen Bruchteil, nämlich 800.000 Euro bezahlen, also gerade einmal 10 Prozent der Bausumme. Diese Rechnung dürfte dem Grossteil des Gemeinderats die Entscheidung am kommenden Donnerstag leicht machen. Doch dabei wird womöglich eine Kleinigkeit vergessen: Für den Unterhalt des Tunnels wird die Stadt zuständig sein.

Land und Bund wollen ihr Geld zurück

Ganz so günstig, wie es auf den ersten Blick aussieht, kommt der Tunnel jedenfalls nicht. Zunächst muss in Rechnung gestellt werden, was der Bau der Überführung, samt Signalanlagen, gekostet hat. Die gut fünf Jahre alte, oberirdische Lösung war damals auch sehr günstig - für die Stadt. Denn Bund und Land bezahlten den allergrössten Teil. Doch diese beiden Mitfinanzierer wollen ihr Geld zurück, wenn Konstanz den Tunnel bekommt.

Oberirdisch ist die Bahn zuständig

Zusammen mit den Folgekosten dürfte für die Stadt jedenfalls ein nettes zusätzliches Sümmchen zu den bekannt gegebenen 800.000 Euro errechnet worden sein. Man ist deshalb gespannt auf die versprochenen näheren Erläuterungen von Stadtplaner Christian Harcke. Ach ja, wenn die Bahn eine oberirdische Überquerung bauen lässt, einen schienengleichen Überweg (wie in diesem Fall) oder eine Brücke, kümmert sie sich um Instandhaltung und andere Folgekosten. Bei einem Tunnel muss die Stadt darum besorgt sein.



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