Thurgauer Winzer jubeln: Schon wieder Jahrhundertwein
Konstanz/Arenenberg (gro) Mit Superlativen sollte man sparsam umgehen. Erst vor sechs Jahren freuten sich die Thurgauer Winzer über einen „Jahrhundertwein“, den manche Weinbauern gar zu einem „Jahrtausendwein“ hochgejubelt wissen wollten. Doch nun ist der Jahrgang 2009 geerntet, und es sieht ganz so aus, als reife demnächst erneut ein Spitzenwein heran. Laut einem Bericht des Thurgauer “Tagblatts“ wartet der Traubenmost sogar mit „bislang unerreichtn Öchslegraden“ auf. Der Blauburgunder , schreibt Reporter Stefan Borkert, überschreite „die Hundertermarke mit Leichtigkeit“.
Freude über den nejuen Spitzenjahrgang
Während sich diesseits der Grenze etwa die Konstanzer Spitalkellerei mit zugekauften Trauben helfen muss, um überhaupt Wein produzieren zu können, weil ein Hagelunwetter im Mai fast die ganze Ernte vernichtet hat, können sich die Thurgauer Winzer schon jetzt über einen ndeuen Spitzenjahrgang freuen. Rebbauberater Bruno Hugentobler vom Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg, berichtet Borkert, mache seinen Job schon seit 34 Jahren. Doch einen solch guten Wein wie dieses Jahr habe er im Thurgau „noch nicht gesehen“.
Rekord bei Qualität und Menge
Hugentobler mache dafür die zweite Hälfte des Monats August und den überaus warmen September verantwortlich, heisst es im “Tagblatt“. Nachts habe es nicht sehr stark abgekühlt, tagsüber viel Sonne gegeben. Erstaunlich se, dass dieses Jahr in mittleren oder ungünstigeren Lagen ebenfalls Rekordwerte an Öchslegraden gemessen würden. Â
Deswegen könnten nicht nur aus Spitzenlagen, sondern auch aus schlichteren Lagen Spitzenweine gekeltert werden. Neben der Qualität verspreche auch die Menge der Ernte ein Rekordniveau.
Gern den Wein aus der Region
Allerdings gibt es auch Pechvögel unter den Thurgauer Winzern, berichtet Stefan Borkert im „Tagblatt“ weiter. Manchen Weinbauern wurde wie der Spitalstiftung durch den Hagelzug im Mai eine komplette Ernte zerstört. 20 Prozent der Flächen seien beschädigt worden. Mittleren Schaden habe es auf 10 Prozent der Flächen gegeben, und 10 Prozent hätten dieses Jahr einen Totalausfall zu verzeichnen.Trotzdem sei die Menge insgesamt „sehr gut“. Absatzprobleme gibt es für den Thurgauer und die Ostschweizer Weine schon seit vielen Jahren nicht mehr. Man kauft und trinkt im Thurgau gern den Weine aus der Region. Foto: Frieder Schindele | TMW





