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3. November 2009 | Konstanz unterzeichnet Bildungsabkommen mit Suzho

Austausch mit Chinesen

Konstanz (red) Die Stadt Konstanz und die Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) haben ein Bildungsabkommen mit Suzhou unterzeichnet. Die Absichtserklärung mit der chinesischen Partnerstadt beinhaltet die Zusammenarbeit und den Austausch im Bildungsbereich für die Dauer von drei Jahren. Die Vereinbarung wurde gester während eines zweitägigen Besuches einer Bildungsdelegation aus Suzhou an der HTWG getroffen.

Fünf Gäste aus Suzhou

Die Delegation aus der chinesischen Partnerstadt ist mit Vize-Direktor Shen Yu an der Spitze und weiteren fünf Vertretern nach Konstanz gekommen. Für die Stadt Konstanz unterschrieb Dr. Waltraut Liebl-Kopitzki das Kooperationspapier, für die HTWG deren Präsident Dr. Kai Handel und für Suzhou Shen Yu.

Wissenstransfer und Studentenaustausch

Die Absichterklärung beinhaltet Aktivitäten wie den Wissenstransfer in den Bereichen Lehre und Bildungsforschung oder den Austausch von Lehrmaterialien und gegenseitige Besuche. Kontakte zwischen den Verwaltungen der Bildungsbehörden und Schuldirektoren sind ebenso vorgesehen wie der Austausch zwischen Lehrkräften, Schülern und Studierenden beider Städte. Bilaterale Partnerschulen sollen gefördert werden.

Fachhochschulen im Fokus

HTWG-Präsident Dr. Kai Handel stellte im Rahmen der Unterzeichung den Gästen aus Fernost das deutsche Hochschulsystem mit besonderem Augenmerk auf die Fachhochschulen im Allgemeinen und die HTWG im Besonderen vor. In seiner Analyse legte Handel den Schwerpunkt auf die veränderten Bedingungen im Rahmen des seit 1999 fortschreitenden Bologna-Prozesses. Diese unterzeichnete Erklärung der Bildungsminister aus 29 europäischen Ländern hat das Ziel, einen gleichermaßen homogenen wie durchlässigen europäischen Hochschulraum zu schaffen und damit die Wettbewerbsfähigkeit Europas als Bildungsstandort zu stärken.

FH Modell für China?

Im Mittelpunkt des beabsichtigten gemeinsamen Austausches steht in diesem Zusammenhang die Frage, wie sich das Modell der Fachhochschule auf das chinesische Bildungssystem übertragen ließe. Neben dem Austausch zwischen den Hochschulen werden erstmals auch Kontakte auf Schul- und Berufsschulebene geknüpft. So wurde der Delegation die Chinesisch-AG des Ellenrieder-Gymnasiums vorgestellt. Die Schule pflegt enge Kontakte mit der chinesischen Partnerschule „Mittelschule Nr. 16“: Schüler beider Schulen haben sich bei einem Austauschprogramms bereits gegenseitig besucht. Zum Abschluss der jetzigen Reise besucht die Gruppe heute auf Einladung von Landrat Frank Hämmerle zwei Berufsschulen in Singen: die Robert-Gerwig-Schule und die Hohentwiel-Gewerbeschule.



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