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12. November 2009 | Anwohnerplätze von Fremden zugeparkt

Ärgernis auf dem Stephansplatz

Konstanz (wak) Am 11.11. war es wieder einmal besonders schlimm. Von 18 für Anwohner der Altstadt reservieren Stellplätzen auf dem Konstanzer Stephansplatz waren elf von Fremden zugeparkt. Das rücksichtslose Verhalten von Autofahrern, die keine Parkberechtigung haben und Anwohnerstellplätze trotzdem nutzen, ist ein Dauerärgernis für Altstadtbewohner.

Um 21 Uhr ging nichts mehr

Ein ganz normaler Mittwoch Abend in Konstanz. Gegen 21 Uhr war es wieder einmal soweit: Weder in der Schotten-, noch in der Braunegger, in der Wallgut- oder der Schulstraße fanden Anwohner, die eine Parkberechtigung für den Bereich Altstadt/Paradies haben, einen freien Stellplatz. Wer in der historischen Altstadt wohnt und deshalb keinen Platz vor dem Haus hat, ist auf einen für Anwohner reservierten Parkplatz am Straßenrand dringend angewiesen. Nach zwei Runden durch das Paradies hieß dann die letzte „Ausfahrt“ Stephansplatz.

Anwohnerstellplätze belegt

Der Gemeindevollzugsdienst war auf dem Stephansplatz im Einsatz und verteilte Strafzettel. Auf den Anwohnerparkplätzen stehen wieder einmal einige Autos fremden Kennzeichen und auch einige Konstanzer ohne grünen Berechtigungsausweiß. Es sind Autofahrer, die, an einem Abend mit hohem Parkdruck, wenn kein freier Stellplatz - wie dem restlichen nicht für Anwohner reservierten Stephansplatz – mehr frei ist, eigentlich ins Parkhaus fahren müssten. Viele parken an solchen Abenden aber – wenn sie unterwegs zur Fasnachtseröffnung und dem demnächst auch wieder zu Weihnachtsfeiern oder auf den Weihnachtsmarkt sind – selbstverständlich und unberechtigt auf einem Anwohnerstellplatz.

Elf Fahrer mit Sehschwäche und Knöllchen

Wir haben um 22 Uhr nachgezählt: Frei waren im Anwohnerbereich auf dem Stephansplatz nur die Behindertenparkplätze, die auch für Anwohner tabu sind. Dass alle elf Fahrer, die ihr Auto unberechtigt auf einem Anwohnerstellplatz abgestellt und auch einen Strafzettel an der Windschutzscheibe hatten, tatsächlich gänzlich rücksichtslos sind, ist allerdings nicht ganz sicher. Als ein Auto mit Thurgauer Kennzeichen einparkte, fragten wir nach. Die Insassen hatten einfach das kleine Schild mit dem Hinweis von 20 Uhr bis 9 Uhr nur für Anwohner schlicht nicht gesehen. Sie parkten, als die den Hinweis gesehen hatten, wieder aus. Über eine gebührenpflichtige Verwarnung hätten sich die Thurgauer, die das Schild übersehen hatten, sicher geärgert. Möglicherweise braucht es an der Stelle aber einfach auch nur ein etwas größeres Hinweisschild. Foto: FS | TMW



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2 Kommentare

  1. 1. Nabholz

    Das Problem ist so alt seit es Autos gibt.Aber laut Gemeinderat gibt es genug Anwohnerparkplätze!Ich wurde neulich in der Laube blöd angemacht weil ich einen lieben ausländischen Nachbarn (TG) darauf hingewiesen habe, dass er auf einem Anwohnerparkplatz steht. Bevorzugte Nummern der Ortspolizei tragen alle ein weisses Kreuz auf dem Nummernschild.Wenn ich aber als Anwohner morgens 5 Minuten nach 9Uhr noch auf einem Anwohnerparkplatz in der Laube stehe, ist sicher ein Strafzettel an der Windschutzscheibe. Ich frage mich jedes Jahr erneut, warum ich für den grünen Parkschein Geld ausgeben soll. In anderen Städten (Stuttgart, Heidelberg) sind die Anwohnerparkplätze, ja sogar ganze Strassenzüge für die Anwohner mit Schranken,bzw. Poller gesichert.Dafür würde ich sogar ein paar Euro mehr für den Parkschein ausgeben.
    Aber in der Innenstadt sind die zahlungskräftigen, vom Einzelhandel gestreichelten Schweizer wichtiger als alteingesessene Konstanzer.

  2. 2. Wolfgang Becker aus KN | http://www.wo-becker-kn.de

    Ist nicht die beste Lösung: alle fremden Autos raus aus der Innenstadt und eine bessere Anbindung zwischen Parkplatz und Innenstadt mit dem Bus, ?Zug?.

    Dann hätten die Anwohner ihre Parkplätze.

    Wo sind denn die Plätze für die Fahrräder der Anwohner ? Auch die dürfen vor dem Haus stehen, eigentlich.

    Darüber redet keiner. Auch im Planungspapier zum ruhenden Verkehr wird dieses ausgespart. Ist das als fahrradfreundlich zu bezeichnen?

    In der Innenstadt zu Münster stehen keine Autos. Na wo sind denn die?

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