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14. November 2009 | Zur Konstanzer Ladies Night 2009 bei Karstadt

Nur der Chirurg kam durch

Konstanz (gro) Er ist seit Freitag Abend der Held brüskierter Konstanzer Männer: Thomas Jankowitz, Mediziner und Chirurg und dazu streitbarer Bürger. Obwohl es bereits nach 19 Uhr war, verschaffte sich Jankowitz Zutritt zum Kaufhaus Karstadt. Da war der Konsumtempel an Hussenstrasse und Blätzleplatz für die komplette Krone der Schöpfung schon gesperrt. Gemäss dem Motto „Ladies Night, Shopping for Women Only“. Mit der Drohung, er mache alle Verantwortlichen dafür haftbar, dass man ihn daran hindere, lebensnotwenige Lebensmittel einzukaufen, konnte sich Doktor Jankovitz wenigstens kurzzeitig den Zutritt ins Innere des Kaufhauses ergattern.

Etliche Paare verzichteten gemeinsam

Mit Flyern und Plakaten war auf die „Ladies Night“ zwar seit Wochen hingewiesen worden. Doch die Kampagne war keineswegs ins allgemeine Bewusstsein eingesickert. Es gab gestern Abend jedenfalls eine Menge Männer, die bei Karstadt nach 19 Uhr noch einkaufen wollten, an den Eingängen jedoch abgewiesen wurden. Dies widerfuhr auch den Begleitern von Frauen, die dann zu einem grossen Teil wie ihre weniger guten Hälften auf den Zutritt verzichteten.

„Nicht im Sinne der Erfinder“

Nach Angaben von Karstadt-Mitarbeitern war das rein frauliche Einkaufen, das sich bis 22 Uhr ausdehnen liess, insgesamt ein Erfolg. Einige der abgewiesenen Männer konnten jedoch ihr Befremden über die einseitige Begünstigtigung nicht verbergen. Auch nicht Erich Ostermaier vom „Delfino“, der grundsätzliche Zweifel anmeldete. „Eine Ladies Night“, sagte Ostermaier, „lebt nicht vom Ausschluss der Männer, sondern vielmehr von deren zuvorkommender Präsenz.“ So könne ein Einkaufsabend für Frauen ohne zahlungskräftige Begleiter „eigentlich nicht so recht im Sinne der Erfinder“ sein.

Bundesweite Kampagne

Karstadt startete die Aktion „Ladies Night“ Ende des vergangenen Jahres. Derart spezielle Einkaufsabende gab es bereits in Frankfurt (am 6. März 2009), in Berlin (am 20. März und 30. Oktober) oder etwa in Flensburg (am 2. April des Jahres). Fachleute bezweifeln, dass sich dadurch der Umsatz des serbelnden Kaufhauskonzerns nennenswert ankurbeln lässt. Foto: FS | TMW



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Ein Kommentar

  1. 1. DetlevKuentzel

    Da es eiigentlich viel zu viele Ärgernisse gibt, hat mich folgender Link hoch erfreut.
    Jetzt werde ich mir zukünftig immer einen Preis ausdenken, um meinen Ruhepuls beizubehalten.

    Titel = Erster “Scheiß-Internet”-Preis geht an Wiener Grüne
    “Der Wolfgang-Lorenz-Gedenkpreis für internetfreie Minuten ehrt unqualifizierte Äußerungen und Handlungen gegen das Informationszeitalter. Die Wiener Grünen bekennen sich schuldig und nehmen den Preis an….”

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Erster-Scheiss-Internet-Preis-geht-an-Wiener-Gruene-859940.html

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