Teewürstchen trifft Maultäschchen
Konstanz (wak) Die Caitas hat den Hannoveranern einen Teewürstchen-Fall erspart. Bei den Caritas Pflegediensten in Hannover führte dem Vernehmen nach eine widerrechtlich verzehrte Portion Teewurst zu einer fristlosen Kündigung einer Pflegekraft. Während die Stadt Konstanz und die Spitalstiftung in den vergangenen Wochen, als es um Maultschen ging, noch auf ihrer rigiden Haltung beharrten und jetzt einem Arbeitsgerichtsprozess in zweiter Instanz entgegen sehen, zog die Caritas in Hannover ihre Kündigung zurück. “Das ist vorbildlich”, lobt denn auch die Konstanzer Stadträtin Hanna Binder (SPD).
Alles hat ein Ende nur die Maultasche hat keins
Der Geschäftsführer der Hannoveraner Caritas Einrichtung begründete seine Entscheidung laut Konstanzer SPD so: Die außerordentliche Kündigung sei zwar rechtmäßig, sie werde jedoch zurückgenommen “weil wir uns dem christlichen Menschenbild verpflichtet fühlen”. In Konstanz hatte sich die Diskussion bisher auf das Juristische und Politische beschränkt. Das Christliche war bisher noch gänzlich außer acht gelassen worden.
Das Böse im Christdemokraten
In der vergangenen Woche hatte - wie die SPD denn auch genüsslich feststellte - ausgerechnet der Christdemokrat Alexander Fecker im altehrwürdigen Ratssaal dafür gesorgt, dass unter Räten gar nicht mehr über das Thema geredet wurde. SPD, Grüne und Linke hatten angeregt, dass die Stadt Konstanz bei Bagatelldelikten wie im Maultaschen- oder neu Teewurst-Fall freiwillig auf das unverhältnismäßige Mittel der fristlosen Kündigung verzichtet und wollten einen Beschluss im Gemeinderat herbeiführen.
Du darfst nur ein Teewürstchen stehlen
Dazu kam es nicht, weil eine Mehrheit aus CDU, Freien Wählern und FDP aufgrund von Feckers Antrag das Thema von der Tagesordnung strich. Das wurde von Rot-Rot-Grün als satanisch-böse Tat des Christdemokraten empfunden. Das Verhalten des CDU-Stadtrats Fecker mit Blick auf das Teewürsten aus Hannover aber gar als “unchristlich” darzustellen, dürfte doch zu weit führen. Dass es die SPD in einer Pressemitteilung trotzdem versucht, zeigt wie verärgert die rot-rot-grüne Gemeinderatskoalition noch immer ist. Wie heißt es noch in den zehn Geboten? Du sollst kein falsch Zeugnis reden oder Du sollst nicht stehlen? Teufel, Teufel!






Die sozialen Verhältnisse und Befindlichkeiten sind in Hannover sicher etwas anders als in Konstanz (oder Stuttgart/München).
Es gibt dort eine populäre ev. Bischöfin (jetzt sogar Kirchen-Oberhaupt) und neben der katholischen Konfession gibt es noch eine weitere mit ähnlicher Bedeutung; die Caritas hat nicht das marktbeherrschende Monopol wie in Süddeutschland.
Solche Probleme kann man zukünftig vermeiden, wenn in der Region nur noch “Gemüsesuppe - Made by Insel Reichenau” angeboten wird.
Eine europaweite Ausschreibung wäre auch unnütz; die biologisch-ökologische Reinheit wäre zu klären.
In diesem Blog gab es auch einmal eine Geschichte, daß die Stadt verordnet habe, in öffentlichen Bereichen sollten nur regionale Gewächse bestand haben. Das kritisierte Bsp. war der Konzil-Wirt mit seinen fernöstlichen Bäumchen vor der Außenterrasse.
Der Slogen eines Autobauers lautet: Nichts ist unmöglich.