Das Loch soll grösser sein - Fehlen schon 18 Millionen?
Konstanz (gro) Der Gewerbesteuer-Einbruch soll noch brutaler sein: Zu den prognostizierten Mindereinnahmen in Höhe von 15 Millionen sollen kommendes Jahr zusätzliche Ausfälle in Höhe von 3 Millionen Euro kommen. Das hörte man gestern in der Umgebung der Stadtkämmerei. Damit würde das veranschlagte Gewerbesteueraufkommen des Jahres 2011 von 47 Millionen auf vergleichsweise magere 29 Millionen Euro dahinschwinden. Angesichts einer solchen Horrorzahl erscheint die Ausgabe in Höhe von 10.000 Euro für eine Sparklausur von Gemeinderat und Verwaltungsleuten in der Schweizer Kartause Ittingen marginal. Schliesslich geht es darum, die Bilanz des städtischen Hauhalts um nicht weniger als 18 Millionen Euro freundlicher zu gestalten. Die Klausur bei Frauenfeld ist für den 17. und 18. September anberaumt.
Es fehlen wohl fast 18 Millionen Euro
Bei der Planung für 2010 habe man noch von 47 Millionen Euro an Gewerbesteuern ausgehen können, heisst es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung. Doch spätere Prognosen korrigierten diese Zahl nach unten: auf 32 Millionen oder 15 Millionen Euro, beziehungsweise 30 Prozent weniger als geplant. 2011 dürften der Stadt nach neuesten Berechnungen rund 18 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt fehlen. Neben den geringeren Einnahmen aus der Gewerbesteuer komme erschwerend hinzu, dass die Stadt dieses Jahr deutlich weniger Geld aus dem Finanzausgleich erhält. 
Es wäre eine geradezu wunderbar günstige Investition
Die Haushaltsklausur am 17. und 18. September in der Kartause Ittingen kostet alles in allem voraussichtlich 10.000 Euro. Das sind etwa 250 Euro pro Kopf (Gemeinderäte, Oberbürgermeister Horst Frank und weitere Spitzenleute aus der Stadtverwaltung), Essen, Fahrt und eine Übernachtung inklusive. Gemessen am drohenden Defizit des städtischen Etats wären die 10.000 Euro eine geradezu wunderbare Investition - wenn es denn tatsächlich gelänge, die widerstreitenden Interessen so zu koordinieren, dass sich 18 Millionen Euro oder nahezu 10 Prozent der jährlichen Haushaltssumme einsparen lassen.





