Für Stadtentwicklung eine Tagesordnung zur rechten Zeit
Konstanz (gro) Selten hat eine Tagesordnung so beruhigt. Der Technische Ausschuss des Gemeinderats hat am Donnerstag dieser Woche zwar nur zur Kenntnis zu nehmen, dass die Bahn „gemeinsam mit der Stadt Konstanz“ ihr Modernisierungsprogramm wie geplant durchzuziehen gedenkt. Die Tatsache, dass dies genau einen Tag vor dem Beginn der Sparklausur in der Kartause Ittingen dem massgeblichen Gremium des Stadtparlaments vorgelegt wird, dürfte nun aber auch jene Skeptiker beruhigen, die bis zuletzt befürchtet hatten, der Umbau des Bahnhofplatzes zu einer Begegnungszone würde womöglich doch noch dem angekündigten Sparkurs der Verwaltung zum Opfer fallen.
Frühe Warnung von Alexander Fecker und der CDU-Fraktion
Dass die Befürchtungen der Skeptiker nicht aus der Luft gegriffen waren, offenbarte sich durch die Reaktion der CDU-Fraktion nach dem negativ ausgegangenen Bürgerentscheid zum Konzert- und Kongresszentrum auf Klein Venedig am 21. März. Die vom Bürgerentscheid tief enttäuschte Verwaltungsspitze hatte angekündigt, nun wirklich alles „auf den Prüfstand zu stellen“, um die drohende Schieflage der städtischen Finanzen abzufangen. Bereits wenige Wochen nach dem Bürgerentscheid meldete sich Alexander Fecker im Namen der CDU-Fraktion mit der Warnung, am Projekt Bahnhofsplatz ja nicht zu rütteln.
Der konkrete Zeitplan liegt nun vor
Die CDU-Fraktion war es auch, die Mitte Juli die Verwaltung aufforderte, von der Bahn einen detaillierten, konkreten Zeitplan für die avisierten Sanierungsarbeiten einzufordern. Dieser Zeitplan liegt nun vor. Und angesichts dieser Entwicklung, so sehen das kommunalpolitische Beobachter, dürfte es sich auch ein äusserst sparwilliger Gemeinderat in Klausur nicht leisten können und wollen, die Modernisierungspläne für eine neue urbane Zone im Zentrum der Stadt zu streichen. Schliesslich zahlen Land, Bund und Bahn ordentlich dazu. Und schon 2013 soll alles fertig sein.





