„Grundsteinlegung für Synagoge noch dieses Jahr“
Konstanz (gro) Oberbürgermeister Horst Frank will noch dieses Jahr den Grundstein legen für ein neues jüdisches Gemeindezentrum in Konstanz. Dies wurde gestern am Rande der Gedenkveranstaltung zur 70.Wiederkehr des Tages bekannt, an dem am 22. Oktober 1940 die in Konstanz verbliebenen Juden abtransportiert wurden. Die meisten dieser „ausgeschafften“ Menschen kamen damals um. Das neue jüdische Gemeindezentrum soll auf dem Areal des ehemaligen Hotels Anker an der Sigismundstrasse entstehen.
Überraschende Ankündigungen
Die Ankündigung einer unmittelbar bevorstehenden Grundsteinlegung für das längst projektierte Gemeindezentrum sorgte für Überraschung. Das ursprünglich städtische Grundstück ist zwar längst der Israelitischen Kultusgemeinde Konstanz (IKG) übereignet worden. Doch die Dachorganisation, die Israelitische Religionsgemeinschaft Baden (IRG), hintertrieb die guten Absichten der angestammten Konstanzer Gemeinde: zuerst durch Missfallensbekundungen gegenüber dem Standort, später auch durch die Kürzungen von längst zugesagten Finanzmitteln. Umso erfreulicher, dass nun ein gemeinsames Handeln möglich geworden scheint
Gideon Nissenbaum: Architekt der Finanzierung
Inzwischen ist die Summe der Finanzmittel für das neue jüdische Gemeindezentrum, so steht es heute jedenfalls im Konstanzer Südkurier, von 1,5 Millionen auf 1,8 Millionen Euro herauf gehandelt worden. Nach Ansicht von Seelsorgern allerdings „immer noch viel zu wenig“. Der glückliche Zufall wollte es, dass gestern einer der ursprünglichen Architekten des Finanzierungsmodells zur Stelle war: Gideon Nissenbaum mit seiner Frau Lena, dazu sein Bruder Benjamin mit Gattin Monique und – last but not least – mit Sonja Nissenbaum, der Mutter der Familie.





