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5. Dezember 2010 | Personalrat des Klinikums mit scharfer Kritik an Claus Boldt

„Beispielloser Vorgang gegen unbequeme Einzelperson“

Konstanz (gro) Der Personalrat des Klinikums hat den Umgang mit Gert Müller-Esch, dem Ärztlichen Direktor des Klinikums, scharf zurückgewiesen. Anlass für die Kritik ist ein Schreiben von Bürgermeister Claus Boldt, in dem die „Abberufung“ Müller-Eschs ultimativ angekündigt wird. Ein solches Vorgehen sei nicht nachvollziehbar und bewege sich „ausserhalb unseres Demokratieverständnisses“, heisst es in dem Brief des Personalrats, der inzwischen allen Fraktionen des Gemeinderats zugegangen sein dürfte.

„Eingriff in die Zuständigkeit der Verwaltungsorgane“

Wie in dornroeschen.nu vor wenigen Tagen, am 25. November, mitgeteilt wurde, ist in einer Konferenz der Chefärzte Mitte des vergangenen Monats ein offenbar gezielt vorbereitetes Misstrauensvotum der „Halbgötter in Weiss“ gegen Gert Müller-Esch mit 7:7 Stimmen gescheitert. Dass der zuständige kommunale Dienstherr nun höchstpersönlich den Rücktritt des Ärztlichen Direktors fordert und sogar ankündigt, wird vom Personalrat des Klinikums als Unverfrorenheit und als Eingriff in die zuständigen Verwaltungsorgane des Klinikums empfunden.

„Betriebsfrieden erheblich gestört“

Aus dem Schreiben des Personalrats geht unter anderem hervor, dass gegenüber dem Personalrat bis heute keine sachlichen Gründe für die Zurückweisung Gert Müller-Eschs, den Chefarzt der Inneren Medizin, genannt worden sind. Eine Abberufung des Ärztlichen Direktors ohne inhaltliche Begründung sei „bislang beispiellos“ und erinnere an „das Bild einer Kampagne gegen unbequeme Einzelpersonen“. Der Personalrat sieht durch die jüngsten personalpolitischen Vorgänge „den Betriebsfrieden (am Klinikum) in erheblichem Masse gestört“.



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Ein Kommentar

  1. 1. cornelius

    Man fragt sich, was will Herr Boldt? Soll hier jemand der unbequem ist (Orginalton Dornröschen”ehrliche Haut”) abserviert werden, jemand der Rückgrat hat rechzeitig entfernt werden? bevor…. was geschieht? Steht vielleicht doch die Privatisierung “ins Haus”. Rhönklinikum etc. wollen lieber einen abhängigen und nicht einen unabhängigen ärztlichen Klinikddirektor, oder? Ist das der Auftakt zum Verkauf? Wurde da schon heimlich gemauschelt? Mich macht das Ganze misstrauisch.
    Liebe Konstanzer Gemeinderäte. schafft keine Tatsachen , die Ihr später bereut.

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