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22. Dezember 2010 | Zur Zeit noch sechs Standorte für 160 Stadtbedienstete

Ein neues Rathaus für die Kreuzlinger Bürgerschaft

Konstanz/Kreuzlingen (gro) Die Bürgerschaft der Nachbarstadt soll ein neues, zentrales Haus für die kommunale Verwaltung bekommen. Dieser seit vielen Jahre von der Stadtregierung verfolgte Wunsch hat nun konkrete Formen angenommen. Das neue Rathaus soll, wie Martin Bänziger diese Woche in der „Thurgauer Zeitung“ berichtet, auf dem „Löwen“-Areal entstehen. Als einziger Neubau ist auf dem seit Jahren brach liegenden Areal im Herzen der Stadt der frühere „Löwen“, aber ohne den Saalanbau, als wieder erstanden.

Peter Eggist: „Wäre für alle von Vorteil“

Nun sieht es endlich danach aus, als würde der zentrale Platz der Stadt bald mit mehr Leben erfüllt. Das aus dem alten Epa entstandene ceha machte den Anfang, der neue „Löwen“ mit Restaurant und Vinothek sorgt für einen durchaus attraktiven zweiten Schritt. Doch das schien es vorerst gewesen zu sein – zu wenig für einen nachhaltigen Ausbau des Stadtzentrums am bestgelegenen Platz der Stadt. Peter Enggist, Miteigentümer der Baugesellschaft Löwenplatz, hat sein Interesse an einer Lösung betont, „die für alle von Vorteil“ sei, schreibt Bänziger. Nun soll es bald einen neuen Gestaltungsplan fürs gesamte Löwenareal geben.

Kommune will nicht kaufen, sondern tauschen

Der Kreuzlinger Baudezernent Michael Dörflinger könnte sich ein drei- bis vierstöckiges Rathaus mit einer Länge von rund 70 Metern und einer Breite von 35 Metern vorstellen. Es sei mit Baukosten von etwa 20 Millionen Franken (etwa 17 Millionen Euro) zu rechnen. Die dafür nötige Bauparzelle sollte etwa 3000 Quadratmeter haben. Die Gemeinde will aber nicht kaufen, sondern auf dem Wege eines Grundstückstausches an den Bauplatz kommen.

Zentrale Anlaufstelle für die Bürgerschaft

Für Dörflinger ist der Neubau eines Rathauses oder Stadthauses, wie das in der Schweiz heisst, „zwingend“. Zu einen könne dann die rund 160-köpfige städtische Verwaltung, die heute an sechs verschiedenen Standorten arbeitet, an einem Platz konzentriert werden. Zu anderen würde der Neubau die Bürgernähe fördern. Schliesslich würde eine zentrale Anlaufstelle geschaffen, und der Bürger müsse sich dann nicht mehr von Büro zu Büro durchfragen. Bild: FS



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