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27. Dezember 2010 | Rauchmelder sind das Mindeste

Brandschutz in der Konstanzer Altstadt ist unzureichend

Konstanz (gro) Nach dem verheerenden Brand am Obermarkt herrscht Einigkeit bei Feuerwehr, Polizei und Stadtverwaltung: Der Brandschutz in der Altstadt muss verstärkt werden. „Die aus dem Mittelalter stammenden Häuser der Altstadt brennen wie Zunder“, sagen Konstanzer, die sich auskennen. Das Mindeste, was umgehend getan werden müsse, sei die flächendeckende Installation von Rauchmeldern. Sie sollten in keiner Wohnung fehlen. Ein Rauchmelder, der mit unüberhörbar schrillen Tönen Alarm schlägt, ist unter 10 Euro zu haben, beim Mieterverein eventuell sogar kostenlos.

Konnte das wirklich ein brennender Adventskranz anrichten?

Dass sich der Brand am 23. Dezember im Schuhhaus Haug so rasend schnell ausbreiten konnte, bleibt vorerst ein Rätsel. Nach wie vor gibt es lediglich die Vermutung, dass ein im roten Eckhaus in Brand geratener und vom 2. Obergeschoss ins Erdgeschoss abgestürzter Adventskranz die Katastrophe am vergangenen Donnerstagmorgen ausgelöst hat. Obwohl das Feuer anscheinend früh entdeckt wurde und obwohl die Feuerwehr wenige Minuten später am Brandort war, konnte sich das Feuer vom Erdgeschoss des Eckhauses offenbar in Minutenschnelle bis hinauf in den Dachstuhl und auch sofort weiter in die obersten Geschosse und den Dachstuhl des Nachbarhauses Hussenstrasse 3 weiter ausbreiten.

Ein grosses Glück, dass es keine Todesopfer gab

Im Haus Kanzleistrasse 19 (Brillen Müller) hätten zwar Rauchmelder und auch weiter gehende Brandschutzmassnahmen vermutlich nichts genützt, um die Katastrophe abzuwenden. Die offene Flanke nach dem Einsturz des Nachbarhauses wirft jedoch die grundsätzliche Frage auf, wie sich die einzelnen Häuser, etwa durch nachträglich eingezogene Brandmauern, besser voreinander schützen lassen. Ähnliches gilt für Anbauten auf der Rückseite der Häuser. Angesichts des Trümmerhaufens und dreier zerstörter Häuser muss man ja froh sein, dass keine Todesopfer, ja, nicht einmal schwer Verletzte zu beklagen sind.

Beispielhafte Zusammenarbeit mit dem THW

Als beispielhaft erweist sich die Zusammenarbeit mit dem Technischen Hilfswerk (THW). Die meist eher im Verborgenen (im Sinne von Unauffälligkeit) wirkende Organisation sicherte die durch den Brand entstandenen Ruinen und lässt deren allfällige Bewegung von hauseigenen Spezialisten aus Baden-Baden mit Hilfe modernster Laserstrahl-Technik überwachen.

Väterchen Frost sorgt für wirkungsvolle Szenerie

Der streng gewordene Winter drückte der Katastrophe am Obermarkt inzwischen seinen persönlichen Charme auf: Schnee und Frost haben den Trümmerhaufen des zusammengestürzten Eckhauses mit Schnee und Eiszapfen weihnachtlich überzuckert und die technische Kraft der eingesetzten Maschinen und ihrer Besatzungen wirkungsvoll in Szene gesetzt: Lohnendes Motiv für Fotografen aller Art, aber kein Trost die 54 vorübergehend obdachlos gewordenen Menschen der betroffenen Altstadthäuser. Bilder: Frieder Schindele

Zu den Fragen des Brandschutzes informieren Fachleute der Feuerwehr. Zu erreichen sind alle nötigen Infos für eine Kontaktaufnahme über die Internetadresse:

http://feuerwehr-konstanz.schutzbach.com




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3 Kommentare

  1. 1. Feuerwehr News | http://feuerwehr.wp-lemke.de/

    News aus der Feuerwehr-Szene…

    Dornröschen » Blog Archive » Brandschutz in der Konstanzer <b>…</b>…

  2. 2. THW News | http://feuerwehr.wp-lemke.de/thw/

    News vom technischen Hilfswerk…

    Dornröschen » Blog Archive » Brandschutz in der Konstanzer <b>…</b>…

  3. 3. Protera

    Nichts gegen die flächendeckende Installation von Rauchmeldern - aber zumindest hier scheint diese Forderung ominös, da lt. Südkurierbericht das Haus mit Rauchmeldern ausgestattet war….

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