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17. Januar 2011 | Polit-Collage mit Imperia-Elementen

Zu den Piraten kommen nun die Gaukler

Konstanz (gro) Im Vorfeld der Landtagswahlen Ende März macht eine weitere Gruppierung auf sich aufmerksam: Die Gaukler Partei (DGP). Erste Eindrücke erinnern an die Anfänge der 2006 gegründeten Piraten Partei (PP), die es mittlerweile in 31 Ländern gibt. Während die Piraten auf Internationalität setzen, geben sich die Gaukler eher bodenständig regional. Besonders auffällig ist die humoristische Aufmachung: Auf Plakaten und Flyern, die gestern Abend in Konstanzer Kneipen kursierten, werden Elemente von Lenks Imperia mit den Konterfeis des CDU-Landtagsabgeordneten Andreas Hoffmann und mit der Konstanzer FDP-Politikerin Tatjana Wolf kombiniert.

Peter Lenk: „Das ist cool und mutig“

Peter Lenk, Schöpfer der Hafenschönen Imperia findet den ersten Auftritt der Gaukler-Partei „erfrischend“. Er habe sein Einverständnis gegeben, Originalmotive seines Kunstwerks für Plakate zu verwenden. Der Bildhauer findet es ferner „cool und mutig“, dass sich Tatjana Wolf und Hoffmann für die Kampagne der neuen politischen Gruppierung zur Verfügung stellen. „Ich bin ja nicht nachtragend“, sagte Lenk gestern Abend. Er spielte damit darauf an, dass sich Hoffmann und Tatjana Wolf im vergangenen Frühjahr gegen ihn gestellt hatten, als es um Verbleib oder Verweis seiner Papstfigur im Konstanzer Bahnhof gegangen war.

Drei Motive für Plakate und Flyer

Auf den Plakaten und Flyern der DGP ist Hoffmanns Kopf auf den Körper des Kaisers, Tatjana Wolfs Portrait auf den Leib des Päpstleins montiert. Es finden sich drei Motive: Das erste steht unter dem Motto „wer uns glaubt, wird selig“, das zweite unter dem Leitsatz „wir koalieren mit jedem“ und das dritte unter dem Motto „yes we can“. Das zuletzt genannte Motiv hat es Lenk anscheinend besonders angetan, er sieht in dieser Collage einen „ausgesprochen versöhnlichen Akt“.

Die hohe Zeit der Fasnacht steht vor der Tür

Noch nicht geklärt werden konnte zunächst, ob Hoffmann und Wolf selber die Protagonisten der Gaukler-Partei sind, oder ob sich die neueste Polit-Bewegung in satirischer Absicht der Portraits zweier bekannter Politgrössen bemächtigt hat. Ein Aprilscherz ist es jedenfalls nicht, allerdings ist die hohe Zeit der Fasnacht nicht mehr allzu weit. Eines aber ist klar: Humor kann der Wahlkampfs vertragen.




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