Zwischen Schwarzfuss-Indianern und den Southern Belle’s
Konstanz (gro) Sein gelocktes Haupthaar ist immer noch kaum zu bändigen und nur mühsam unter die Kappe aus Arkansas zu zwängen, und seine Augen blitzen wie gewohnt. Guido Frick ist mal wieder für ein paar Wochen in Konstanz, und immer wieder auch in seiner impressionistisch bestückten Dependance in der Hussenstrasse. Immer erst nachmittags wie es halt mit Künstlern so ist, und deswegen auch nur drei Tage in der Woche: Donnerstag, Freitag und Samstag. Auch Frick wird älter, wird demnächst 65, und je näher er dem so genannten Pensionsalter kommt, desto besser werden seine Bilder.
In Konstanz, im Thurgau und im US-amerikanischen Süden
Der gebürtige Niederbürgler, der bei Karl Hodr studierte, malte von Kindesbeinen an. Zwischendurch war er Journalist, und zwar in der Sportredaktion der „Stuttgarter Nachrichten“, dann als Konstanzer Lokalchef des „Südkurier“, anschliessend als Chefredakteur seines eigenen Anzeigenblatts namens „Rundschau“ und dann noch als ebensolcher von Radio Seefunk, neuerdings auch „RSF“ genannt. Seit etlichen Jahren wohnt er im Thurgau. Ebenso zu Hause ist Frick im Süden der US-amerikanischen Staaten; vor allem in Arkansas, wo er sich gerne bei einigen der Southern Belle’s verwöhnen lässt. 
Fricks Bilder hängen in vielen Galerien
Zwischen Kalifornien, Utah, Virginia, Missouri, New Mexiko, Texas und Arizona hat Frick in den vergangenen 6 Jahren gut 250.000 Meilen zurück gelegt. Es gibt da über ein halbes Dutzend Galerien, die seine Bilder unter die Kunstsammler bringen, und für Guido Frick ist es selbstverständlich, dass er seine Arbeiten persönlich vorbei bringt. Allerdings kommt er vor allem deswegen so weit herum, weil er als Veranstalter und Leiter von Workshops inzwischen eine echte Nummer ist. 
14 Seiten Reportage über den Künstler aus Konstanz
„Amerikan Artits“, eines der grossen Kunstmagazine der Vereinigten Staaten, widmete Frick und seinen erfolgreichen Unterrichtsmethoden 2008 eine 14-seitige Reportage. Spätestens seither kennt man Frick in der US-amerikanischen Kultur-Szene. Zu seinen Schülerinnen gehört Sissy Clinton, eine Kusine des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton, der Frick ein mit persönlicher Widmung verziertes Buch seiner Erinnerungen als mächtigster Mann der westlichen Welt zukommen liess.
Er malt das Leben der Indianer und der Konstanzer Fasnachter
In seinem Verkaufsatelier in der Konstanzer Hussenstrasse zeigt Guido Frick derzeit einige neue Arbeiten. Und es kann kein Zweifel bestehen: Frick wird immer besser. Das trifft sich gut, denn dieser Künstler sagt, er verschwende zumindest vorerst „keinen Gedanken daran, sich aufs Altenteil zurück zu ziehen“. Frick, ein Freund der Schwarzfuss-Indianer und der Sioux, ist regelmässig Gast in den Reservaten, wo er Szenen des Eingeborenenlebens einfängt. Dieses Jahr will er wieder einmal die Konstanzer Fasnacht miterleben und in Bildern einfangen. Gegen Ostern hin werden Frick die Indianer wieder haben. Bilder: Frieder Schindele





