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1. Februar 2011 | Anneliese Rothenberger verfügte eine Stiftung

Millionen für Gesangstalente, für Kinder und für Tiere

Konstanz/Salenstein (gro) Anneliese Rothenberger wirkt über ihren Tod hinaus als Wohltäterin. Die vergangenes Jahr verstorbene Sängerin verfügte testamentarisch, dass ihr Vermögen in eine Stiftung eingebracht wird, aus deren Erlös junge Gesangstalente gefördert, Kindern sowie in Not geratenen Tieren geholfen wird. Dies geht hervor aus einem Bericht von Ida Sandl, der dieser Tage in der „Thurgauer Zeitung“ zu lesen war. Ein Teil der Stiftungsgelder, heisst es in dem Bericht weiter, fliesse ans Europäische Kulturforum der Mainau.

Björn Bernadotte ist ein Patensohn der Sängerin

Mit den Zuwendungen an die Mainau wird künftig der Anneliese-Rothenberger-Preis für junge Sängerinnen und Sänger finanziert. Die Sängerin war eng befreundet mit der Familie Bernadotte; Graf Björn Bernadotte ist ein Patensohn der ehemaligen Operndiva, die weltweit Erfolge feierte. Sie verstarb im Alter von 83 Jahren am 24. Mai des vergangenen Jahres im Thurgauer Kantonsspital Münsterlngen. Nicht bedacht aus der Hinterlassenschaft der Sängerin wird ihre Heimatgemeinde Salenstein, wo die gebürtige Mannheimerin ihren Lebensabend verbrachte, die letzten elf Jahre nach dem Tod ihres Mannes Gerd Wendelin Dieberitz zurückgezogen und alleine.

Ein Zürcher Jurist ist Testamentsvollstrecker

Allein die Villa der Verstorbenen in Salenstein dürfte um die 6 Millionen Franken Wert sein. Hinzu kommen das übrige Vermögen Rothenbergers sowie die Erlöse aus den Rechten der Sängerin, die durch die Verwendung von Bild- und Tonaufnahmen anfallen. Die Verstorbene habe in ihrem Testament genau festgelegt, wie die Stiftungsgelder verwendet werden, erklärt der Zürcher Wirtschaftsjurist Thomas Eggenberger, der von Rothenberger als Testamentsvollstrecker eingesetzt worden ist.

Auf den grossen Bühnen dieser Welt – anonym die Grabstelle

Anneliese Rothenberger war eine der gefeiertsten Sängerinnen ihrer Zeit. Sie gastierte auf allen grossen Bühnen dieser Welt, auch in der New Yorker Metropolitan Opera und der Mailänder Scala. Konzertreisen führten sie bis nach Südamerika. Von persönlicher Bescheidenheit zeugt ihr Wunsch, an einem anonymen Ort beerdigt zu werden. Die gefeierte Sängerin wollte nicht, dass ihr Grab zu einem Wallfahrtsort würde. Ihre Fans sollten stattdessen besser zu den Konzerten junger Talente strömen.




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