Für den Tanz in den Mai macht Klemens eine Ausnahme
Konstanz (gro) Wieder einmal fällt die Nacht zum 1. Mai auf ein Wochenende. Da machen sogar Klemens Mues und Ingo Rothöler eine Ausnahme und verlegen den 1. Freitag eines Monats um 6,5 Tage zurück. Mit anderen Worten: Ausnahmsweise findet der Abend mit traditioneller Tanzmusik im Salmannsweiler „Pfohl“ nicht am 1. Freitag des Monats statt, sondern im Schnittpunkt des einen zum anderen Monats. Vernünftiger gesagt: Diesmal tanzt man am (heutigen) Samstag mit Klemens Mues und Ingo Rothöler im Gewölbekeller von Küfer Fritz hinein in den Mai. Angeblich soll auch Gert Müller-Esch dort in der Salmannsweiler Gasse reserviert haben. Zu gönnen wäre es dem Chefarzt des Klinikums, gegen den die Verwaltung neuerdings die Kündigung betreibt.
Klassische Tanzmusik mit Seltenheitswert
Abgesehen davon, dass die beiden genannten Musiker, die schon in Ramons historischem und längst legendärem Tanzcafé auftraten, im „Pfohl“ mit einem breit angelegten Repertoire aufwarten, das vom Bossa Nova bis zu deutschen Klassikern reicht: Die beiden Unterhaltungskünstler sind die letzten Garanten eines mit Live-Musik unterlegten Tanzabends. Mit anderen Worten: Im „Pfohl“ ist heute wieder einmal ein musikalisch-stimmungsvoller Abend zu erleben wie er fast schon ausgestorben ist.
„Der Verwaltung fehlt’s am Bossa Nova“
Ob Müller-Esch mit seiner Familie im „Pfohl“ mit hinein tanz in den Mai hinein, konnte bislang nicht abschliessend geklärt werden. Als sicher gilt nur, dass sowohl Bürgermeister Claus Boldt als auch Oberbürgermeister Horst Frank den „Pfohl“ ganz sicher meiden werden, um dem schnöde behandelten Müller-Esch nicht begegnen zu müssen. Bandleader Klemens Mues bedauert das. Musik, so findet Mues, sei eines der besten Mittel, Konflikte zu entschärfen. Sehr wahrscheinlich fehle es der Verwaltung des Konstanzer Klinikums „an einer ordentlichen Portion Bossa Nova“.







