Baumstarker Schweizer Franken sorgt für Partystimmung
Konstanz (gro) Nur noch ein paar Tage, dann ist die Parität erreicht. Dann ist ein Schweizer Franken so viel wert wie ein Euro. Kein Wunder, dass es die Schweizer in Scharen herüber drängt ins preiswerte Konstanz, wo der Einzelhandel täglich Party feiern kann. Dumm nur, dass Stimmung nicht so richtig aufkommen will. Denn der Partygast von nebenan bleibt häufig stecken. Ein Thurgauer aus Weinfelden hat gestern fast 2 Stunden benötigt, um einen Stellplatz in einem Parkhaus zu ergattern. Das schafft Chancen fürs Stadtmarketing, Gästen wie einheimischen Kaufleuten Gutes zu tun. Vorweihnachtliche Einkaufszeit ist diesmal schon Mitte August, mindestens an den Wochenenden müssen Sonderparkplätze her.
Staus widersprechen nachbarschaftlicher Gastfreundschaft
Wenn spekulationsfreudige Schweizer Finanzinvestoren dafür sorgen, dass der Stadt durch den Verkauf von Nycomed erneut Millionen an Gewerbesteuer verloren gegen, sollte man die Gelegenheit nutzen, von den Schweizer Nachbarn auch mal ordentlich zu profitieren. Diese Ansicht vertreten etliche Konstanzer Geschäftsleute. Sie würden die Nachbarn gerne flüssiger nach Konstanz herein lassen und registrieren mit wachsendem Unbehagen die täglichen Staus und Verkehrskollapse, die mit Gastfreundschaft nun wirklich nichts zu tun haben.
„Es gilt, die Gelegenheit zu nutzen“
Es gelte, die Gelegenheit zu nutzen, heisst es beim Konstanzer Einzelhandel. Denn ewig gehe es bestimmt nicht so weiter mit der Währungsspekulation. Jetzt sei Flexibilität angesagt, mindestens ein Teil von Klein Venedig müsse als Zusatzparkplatz zur Verfügung gestellt werden. Und so lange die Ferien andauern, könnten auch etliche Schulhöfe als Zusatzparkplätze herhalten. Dies kurzfristig zu organisieren sei eine „Superchance fürs Stadtmarketing“, sich um das Wohlergehen des Konstanzer Einzelhandels nachhaltig verdient zu machen. Bild: Frieder Schindele






Wieso Zusatzparkplätze?Laut einem Großteil unserer Stadträte haben wir doch genügend Parkraum.Auch gibt es in Konstanz keine Verkehrsprobleme. Und überhaupt: Parksuchverkehr soll ja gut für´s Klima sein. Konstanz der Luftkurort am Bodensee!
Da ist der Ärger über die grünen Ausfuhrscheine wegen ein paar Cent schnell vergessen. Was haben wir bloss für Komunalpolitiker!
@Nabholz
Da darf man sicherlich NIX erwarten. Wir haben die Kommunalpolitiker, die wir selbst gewählt haben! Da sollte man sicherheitshalber nicht damit rechnen, dass alle Räte etwas von Städteplanung, Verkehrswesen und Architektur genügend verstehen. Manch eine ideologische Brille beschränkt den Durchblick.
Hab mal erleben dürfen wie ein sehr schlauer Rat meinte, er verstehe auch etwas von Architektur weil er doch in einem Gebäude lebe. Mit dem Abgang von Herrn Till Seiler aus dem Stadtrat haben wir sicherlich einen übergroßen Experten auch für innerstädtischen Verkehr verloren. Das ist sicherlich ein Gewinn für Konstanz. Aber, und dass wird uns noch schlimmer schmerzen, haben wir leider gleichzeitig auf der Bundesebene einen „Superexperten“ für alle Belanglosigkeiten des unnötigen Lebens dazu gewonnen. Sogar für Fernverkehre. Man lese die entsprechenden Schmonzetten-Beträge zu der neuen Bundestrasse bei Allensbach.
Bei etlichen Experten wie auch unseren besagten „Volksvertreter“ in Berlin gilt leider das sog. „Peter-Prinzip“, welches besagt: „In einer Hierarchie neigt jeder ….. dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen.“ Da erübrigt sich jedwelcher weiterer Kommentar.
Noch’n Nachtrag auf populistischer Basis: Da etliche Räte nicht mit ihrer Hände Leistung ihr Auskommen verdienen, ist sicherlich ihnen deshalb nicht bewusst, man würde zum Erarbeiten des Lebensunterhaltes innerhalb einiger merkantiler Bereiche nun mal heutzutage auch Parkplätze benötigen. All zu viele von diesen Experten bekommen ihr Geld von „dem Staat“ und da benötigt man nun keine Parkplätze. Ist doch logisch, oder!?
Tja, Herr Wörnle, da haben Sie’s: hier könnten Sie mal was für den Einzelhandel in Konstanz (wo nicht “Lago” drübersteht) tun. Aber leider, hier riecht’s nach Ideen und Arbeit, denn die Schlüsselwörter sind KÖNNTEN und TUN. Und da hapert’s bei Ihnen und Ihrer Organisation a wengele, nicht wahr? Ist ja außerdem wieder mal nicht auf Ihrem Mist gewachsen, die Idee, eine bessere Verkehrsverteilung zu organisieren.
(Jetzt dürfen Sie mir gerne wieder an meine private Mail-Adresse, die Ihnen dornroeschen ja gerne verraten hat, eine gekränkte Email schicken. Für meine Antwort auf Ihre letzte Mail hab ich leider noch keine Zeit gefunden. Aber wir können meine Meinung über Sie und Ihren Verein sehr gerne öffentlich diskutieren, schließlich werden Sie ja auch aus der öffentlichen Kasse bezahlt, d.h. unter anderem auch von mir.