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14. November 2011 | Sabine Becker im Ochsenhausener Fruchtkasten

Zwischen Informel und Stahl das leuchtende Blau

Konstanz (gro) Sabine Becker in bester Gesellschaft: Die Künstlerin ist mit ihren leuchtend kobaltblauen Bildern die Dritte im Bunde mit Josef Ebnöther aus dem Schweizer Rheintal und dem Ravensburger Stahlbildhauer Robert Schad. Das Trio bestreitet die letzte Austellung des Jahres im Fruchtkasten des Klosters Ochsenhausen. Vernissage in dem oberschwäbischen, zwischen Biberach und Memmingen gelegenen Kleinod ist am kommenden Sonntag. Die Ausstellung dauert bis 15. Januar 2012.

Ein Blau, das zum Träumen verführt

Mit ihren aufwändig hergestellten, monochromen Blaubildern hat Sabine Becker einen Nerv getroffen. Ihre Arbeiten kommen an, die aus Lübeck stammende Künstlerin, die seit Jahren in Konstanz lebt und arbeitet und eine Zeitlang an der Pädagogischen Hochschule Weingarten unterrichtete, freut sich über das lebhafte Interesse ihrer Bewunderer und Fans des leuchtenden Kobaltblaus. Sabine Becker, so heisst es in einer Vorschau zur Ausstellung im Kloster Ochsenhausen, eröffne „dem Betrachter blaue Räume und lädt ein zum Träumen: von der Blauen Blume der Romantik und Benns ,Südwort blau´ bis hin zum ,Blauen Klavier´ von Else Lasker-Schüler“.

Informel und illusorisch leichte Vierkantstahlgebilde

Der 1937 geborene Josef Ebnöther aus dem Schweizer Rheintal gilt als bedeutender Vertreter der informellen Malerei in der Schweiz. Ebnöther sei zwar in erster Linie Maler, heisst es in einer Beschreibung seines künstlerischen Schaffens. Er sei aber auch als Zeichner, Grafiker und Glaskünstler tätig. Mit seiner Malerei knüpfe er an an die Träditionen des abstrakten Expressionismus’. - Der Stahlkünstler Josef Schad, 58, sei zu den renommiertesten Stahlkünstlern der Gegenwart zu zählen. Tatsächlich schafft er es, aus massivem Vierkantstahl plastische, geradezu zart wirkende Gebilde zu schaffen, die mit ihren stillen Bewegungen die Schwere des Materials vergessen lassen. Für den Wallfahrtsort Fatima (Portugal) schuf Josef Schad das weltweit grösste Kruzifix. Bilder: Frieder Schindele



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