Gideon Nissenbaum drückt Barack Obama die Daumen
Konstanz (gro) Gideon Nissenbaum drückt Barack Obama beide Daumen. „Wenn ich noch einen Wunsch frei hätte“, sagte der Konstanzer Unternehmer, der gearde 50 geworden ist, „würde ich Obama eine zweite Amtszeit wünschen. Nissenbaum kennt den 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten persönlich. Die beiden trafen sich, als Obama Polen besuchte, ein Foto zeigt Gideon Nissenbaum und Obama vor der Baustelle im Zentrum Warschaus, wo ein Holocaust-Museum entsteht. Gideon Nissenbaum belässt es nicht beim Daumendrücken, sondern mischt sich auch ein in den US-amerikanischen Wahlkampf.
Von der Wiederwahl überzeugt
Wie die meisten Deutschen ist auch Gideon Nissenbaum davon überzeugt, dass Barack Obama bei den Wahlen am 8. November als Sieger hervorgehen wird und eine zweite Amtszeit antreten kann. Und Gideon tut etwas dafür, er wirbt bei den zahlreichen Verwandten, Freunden und Bekannten in den USA nach Kräften für Obama. „Fast überall“ stosse er auf Zustimmung. Mit der Zustimmung alleine sei es jedoch nicht getan, genau so wichtig sei es, tatsächlich zur Wahl zu gehen und für eine möglichst hohe Wahlbeteiligung zu sorgen, sagt Nissenbaum.
Nissenbaum sieht in Obama einen Garanten für eine möglichst friedliche Weiterentwicklung in den USA und in der Welt. Der Konstanzer Unternehmer ist ausserdem davon überzeugt, dass Barack Obama für die Sicherheit des Staates Israel einsteht. Obama setze sich ferner engagiert ein für soziale Gerechtigkeit. Dies zeigten auch seine Bemühungen, gegen alle Widerstände in den USA die eigentlich längst fällige Krankenversicherung für alle einzuführen.
Stark und koscher
Gideon Nissenbaum, der vor 50 Jahren in Konstanz als Sohn von Sonja und Shimon Nissenbaum, dem Wiedergründer der Jüdischen Gemeinde von Konstanz, geboren wurde und auch schon für die Diamantenbörse Antwerpen tätig war, hat den Schwerpunkt seiner unternehmerischen Tätigkeit nach Magdeburg verlegt, wo er nach dem Mauerfall den Abtshof übernahm, die zu DDR-Zeiten grösste Spirituosen-Produktionsstätte. Er sanierte das einstige Kombinat und baute es aus zu einem modernen, zukunftsträchtigen Unternehmen, das koschere Weinbrände, Liköre und andere starke Tropfen herstellt, die in alle Welt exportiert werden. Gideon Nissenbaum wurde dafür vor einigen Jahren zum “Unternehmer des Jahres” in den neuen Bundesländern gekürt.
Engagement für die Familienstiftung
Gideon Nissenbaum, der wie sein Bruder Benjamin (heute Ehrenvorsitzender der Israelitischen Kultusgemeine Konstanz/IRK) etliche Jahre im Oberrat des jüdischen Religionsgemeinschaft Badens (IRG) sass, stellte die Finanzen der IRG auf eine solide Basis und half massgeblich mit, einen reformierten Staatsvertrag mit dem Land Baden-Württemberg zustande zu bringen. Gideon Nissenbaums besonderes Engagement gilt der Familienstiftung Nissenbaum, die sich dem Erhalt und dem Wiederaufbau der jüdischen Kultur in Osteuropa widmet und ihren Hauptsitz in Warschau hat.





