Heute heisst es „Mahlzeit!“ am Münsterplatz
Konstanz (gro) Eine riesige Lange Tafel mit „besten Resten“ lädt am heutigen Samstag ab 11 Uhr ein zu einer herzhaften Grossmahlzeit unter freiem Himmel. Die reich gedeckte Tafel erstreckt sich 100 Meter lang hin in der nördlichen Wessenbergstrasse und auf dem Münsterplatz. Die Lange Tafel ist Höhepunkt und Abschluss von Aktionstagen, mit denen unter dem Motto „Zu gut für die Tonne“ auf den Wert von Lebensmitteln hingewiesen wird, die tatsächlich zum Teil und insgesamt tonnenweise in den Abfall wandern.
In der ganzen Stadt gesammelt
Man tafelt heute kostenlos, denn auf die Tafel kommt, was überflüssig, aber keineswegs ungeniessbar geworden ist: Gemüse und Obst aus dem Handel oder übrig gebliebene Lebensmittel aus der Gastronomie und von Konstanter Privathaushalten. Versierte Köche zaubern daraus schmackhafte, wertvolle Mahlzeiten. Nebenbei kommen Politiker zu Wort, unter anderem die Abgeordneten Andreas Jung (CDU) und Peter Friedrich (SPD). Maria Schinke vertritt das Bundesministerium für Ernährung. Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV).
Bundesministerium und der Verband der „Tafeln“
Sternekoch Johann Kraxner („Papageno“) und Reinhard Ruland, Küchenchef am Klinikum, berichten aus ihrem Arbeitsalltag und erklären, wie jede und jeder ohne großen Aufwand mit einfachen Zutaten ein schmackhaftes und preiswertes Gericht zubereiten kann. Hinter den Aktionstagen steht das Berliner BMELV zusammen mit dem gemeinnützigen Verband der so genannten Tafeln, die bundesweit in Zusammenarbeit mit dem Gross- und Einzelhandel dafür sorgen, dass bedürftige Mitmenschen verbilligt an Lebensmittel gelangen. Einige der Tafel-Aktivisten berichten heute auf dem Münsterplatz von ihrem Engagement. Eröffnet wird die Aktion um 11 Uhr von Tobias Bücklein, der auch durch das Programm führt.
170 ehrenamtliche Helfer allein im Kreis Konstanz
Allein im Landkreis Konstanz verteilen 170 ehrenamtliche Helfer der „Tafel“ in 5 Ausgabestellen jede Woche mehrere Tonnen gespendete Lebensmittel an 1.500 Haushalte sowie an zehn soziale Einrichtungen. Die organisatorische Koordination der Aktionstage und den Aufbau der riesigen Tafel übernahm Christoph Bauer („Raumwerk“). Bauer sieht den wesentlichen Sinn der Aktionstage darin, dass dadurch der Wert von Lebensmitteln und der Respekt vor dem „Täglichen Brot“ wieder stärker ins Bewusstsein rückt. Bild: Frieder Schindele





