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1. September 2016 | Einsatz für Hebammen

Reginbert Keller, Brot, Hausgeburt und sonst nix

Konstanz (gro) Was hat Brot mit Kinderkriegen zu tun? Nichts? Von wegen: Beides hat sich in jüngster Zeit gewaltig hinweg bewegt vom natürlichen Gang des Lebens. Brot kommt heute digital dosiert als vorfermentierte Mehlteigmischung aus automatisch warm gebährenden Automaten, während immer mehr Babys der Einfachkeit halber herausgeschnitten werden aus den Bäuchen betäubter Mütter. Zumindest ein Konstanzer sträubt sich nun wehement gegen diese Fehlentwicklung: Reginbert Keller, Bäcker und Vater aus Leidenschaft. Alle seine vier Kinder sind bei ihm, bei ihm zu Hause, geboren worden

Mit dem Brot klappt es ganz natürlich

Das Brotmachen, das Backen im Einklang mit der Natur hat Reginbert Keller („Regínbrot 100 % bio und sonst nix“) längst im Griff. Er hatte das, wie man hört, von Anfang an im Focus, wie man heute sagt. Backen von gutem Brot war ihm tatsächlich in die Wiege gelegt worden; sein Vater ist Klaus Keller-Uhl, einer der schon zu Lebzeiten urväterlichen Schutzheilgen Konstanter Bauschönheiten. Keller-Uhl, dem nicht nur als Bäcker, sondern auch als gewieftem Kaufmann und frühem Verwaltungsbeamten der frisch gegründeten Bodenseeuniversität sowie als Ratsherr des Stadtparlaments jede Menge Einfluss zufloss, hält sich zwar öffentlich zurück. Doch Eingeweihte wissen, dass er mit dem bäckerischen Können, dem Management und Marketing seines Sohnes Reginbert mehr als wohlwollend zufrieden ist: Keller-Uhl ist stolz auf Reginbert.

Der Nachwuchs kommt im Haus der Mutter auf die Welt

Zurück zu Reginbert Keller und seinem jüngsten Anliegen: Genau so wie er darauf versessen ist, lebendiges Brot zu backen und zu verkaufen, ist er auch entschieden dafür, dass Kinder so auf die Welt kommen, wie das die Natur vorgesehen hat: Im vertrauten Heim, im heimischen Bett und mitten drin in der liebenden Zuneigung der Mutter. Alle Reginbrot-Kinder wurden zu Hause geboren. Reginbert Keller sagt und zeigt das demonstrativ.

Natürlich und kompliziert

Reginbert Keller sagt zu seinem Foto (oben), das ihn als jungen Vater zeigt: „Wir setzen uns dafür ein, dass Frauen die Möglichkeit haben, den Geburtsort ihrer Kinder selbst zu bestimmen und möchten … die Aktion des Deutschen Hebammen Verbundes unterstützen“. Denn darum geht es: Den Hebammen werden neuerdings unerschwinngliche Versicherungskosten zugemutet, Kosten die so hoch sind, dass sich ihr Einsatz als Helferinnen bei Hausgeburten nicht mehr rechnet. Dadurch mehren sich die Geburten in den Kliniken – wo sich manche Ärzte mit operativen Eingriffen wie einem Kaiserschnitt besser auskennen als mit einer zwar natürlichen, aber manchmal doch recht komplizierten Geburt.

Wer mehr wissen will: Entweder Button „Reginbrot“ (auf dieser Seite rechts) anklicken oder
www.unsere-hebammen.de




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Ein Kommentar

  1. 1. Wolf vom See

    Der Artikel gefällt mir, weil ich gutes Brot mag … vor allem das Dinkel pur … und ich die Entwicklung bei den Hebammen, jetzt gerade nach der Aufklärung mit diesem Artikel, für erschreckend halte. Kann man was gegen diesen Versicherungszwang unternehmen?

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