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23. Februar 2018 | In 4 Wochen offen „auf dem Tisch“ im Gestaltungsbeirat

Investor Hans-Jürg Buff setzt auf Überzeugungsarbeit

Konstanz/St. Moritz (gro) Der Schweizer Hotelier Hans-Jürg Buff ist sich sich sicher, die Konstanzer Bürgerinnen und Bürger von der Qualität seines Projekts auf dem Büdingen-Areal überzeugen zu können. Er wird deshalb am Mittwoch, dem 21. März, nach Konstanz kommen, seine Planungen öffentlich ausbreiten und erläutern sowie allfälligen Fragen der Bürgerschaft „umfassend“ zu begegnen versuchen. Er betrachte es als seine persönliche Überzeugungsarbeit, sagte Hans-Jürg Buff gestern, den Konstanzern zu erläutern, dass er das fragliche Baugebiet mit Rücksicht verwerten wolle, „natürlich auch mit Rücksicht auf die Entwicklung der Stadt Konstanz insgesamt“.

Buff: „Solche Bäume sind viel zu wertvoll“

Dass sein Projekt die Fällung von 90 Prozent des Baumbestandes nötig mache, wie von der Bürgerinitiative befürchtet, hält Buff für „wirklich unzutreffend“. Das Studium seiner Pläne, in denen sämtliche Fällungen und Erhaltungsmöglichkeiten festgehalten sind, würden das belegen. Im Übrigen wisse er sehr gut, welch immensen Wert ein ausgewachsener Baum hat, sagte Hans-Jürg Buff weiter. Schon deshalb werde er jeden auch nur halbwegs erhaltenswerten Baum des Büdingen-Parks zur Freude seiner künftigen Gäste pflegen lassen.

Der Park bleibt zugänglich

Hans-Jürg Buff ist gestern auch Befürchtungen entgegen getreten, das Ergebnis seiner Planungen würde die Öffentlichkeit aus dem Parkgelände Büdingen verdrängen. Das Gegenteil sei der Fall, sagte Buff. Es sei ihm vielmehr daran gelegen, dass sich die Gästeschaft harmonisch mit typisch Konstanzer Flaneuren mische. Das mache schliesslich den besonderen Reiz eines Aufenthalts in der Stadt Konstanz aus.

Bild (2013): www.frieder-schindele.eu




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6 Kommentare

  1. 1. Bruno Neidhart

    1. Wäre der Investor und Besitzer des Areals auch bereit, zu günstigen Konditionen das einzige größere Parkgeländer an der Seestraße der Stadt abzugeben?

    2. Hätte die Stadt die finanziellen Ressourcen, diesen Akt zu stemmen?

    3. Wenn ja, wären die Konstanzer Bürgerinnen/Bürger einverstanden, dass hier für sie (wie auch für Stadtbesucher) ein attraktiver Bürgerinnen-/Bürgerpark” gestaltet wird?

  2. 2. Verein Bürgerpark Büdingen | http://www.buergerpark-konstanz.de

    Die nichtöffentlichen Pläne des Investors (warum eigentlich nichtöffentlich?) zeigen im sogenannten Freiflächenplan, dass 235 der 305 vorhandenen Bäume zu fällen sind. Dies sind nicht 90 %, das war nur eine erste Schätzung. Aber doch sage und schreibe 77%!

    Herr Buff scheint seine Pläne nicht zu kennen, oder nicht zu lesen.
    Wir sind im Übrigen sehr gespannt, wie sich bei den geplanten Dimensionen seines Berherbungsbetriebes “Gästeschaft harmonisch mit typisch Konstanzer Flaneuren mischen” werden…!
    Die bisher gezeichneten Wege in den Plänen führen am Hotel vorbei an die Grundstücksgrenze und treffen sich nicht. Picknicken im Park schließt er laut “Südkurier” jedenfalls aus.

  3. 3. Admiral Brommy

    Ich wünsche der Gästeschaft harmonische Begenungen mit den typisch konstanzer Flaneuren:

    https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/Bis-zu-300-Jugendliche-laermen-in-der-Seestrasse-13-Jaehriger-mit-Kartoffelschnaps-erwischt;art372448,9245691

    @Verein Bürgerpark Büdingen: Alles schön und gut. Aber das Grundstück ist verkauft. Wenn der Eigentümer gemäß den baurechtlichen Vorgaben plant, muß Baurecht ausgesprochen werden. Da könnt ihr euch auf den Kopf stellen. Es wird keinen Bürgerpark dort geben. Kapiert es endlich.

    @Brundo Neidhart:
    1. Sicherlich nicht. Er lacht nur über diese Frage.
    2. Nein. Vier Millionen EUR jährlich an das Stadttheater. Eine Million EUR jährlich an das Bodenseeforum. Und so weiter. Das Geld wird woanders verbrannt.
    3. Hört sich ja süß und spendabel an. Aber “für sie errichten” heißt, daß der Bürger dafür bezahlen muß. Und zwar alle. Nur damit ein paar Flaneure aus der Anwohnerschaft dort nobel im Park herumstreichen können und Horden von Saufkindern dort rumrandalieren und rumkotzen können? Bestimmt nicht.

  4. 4. Bruno Neidhart

    Sie, Admiral Brommy (Zu Land oder zur See?) haben schlicht eine andere Sicht auf die Dinge, die sich an der Seestraße derzeit ereignen. Wenn z.B. Investor Buff erkennt, dass er nach dem gültigen Bebauungsplan seine hohen Ziele nicht erreichen kann, da er über die baurechtlichen Vorgaben “hinaus” planen muss, damit sich seine Investition wenigstens einigermassen lohnt, von der Stadt dieses “Hinaus” jedoch letztlich nicht toleriert wird, wäre er schlecht beraten, sich nicht auch andere Gedanken machen zu müssen.

    Andererseits ist es ja durchaus möglich, dass die Stadt hohes Interesse an der baulichen Investition bekundet und im Rahmen dieses “Hinaus” bedeutende Kompromisse eingeht. Es wäre wohl die schlechteste aller Lösungen. Der Park verlöre wohl endgültig den Bezug, auch ein Stück (Rest-) “Bürgerpark” sein zu wollen, wie es sich der Investor “flanierend” vorstellt. Dann könnte man auch ruhig einen Zaun zum See hin planen. Oder im Höchstfall einen breiten offenen Zugang zu einer “Aussengastronomie mit Seesicht” schaffen, wie es weiter vorne - beim Riva - ordentlich gelöst wurde. Nach dem 21. März wird sich die Sachlage klarer beschreiben lassen. Bis dahin ist alles Spekulation.

  5. 5. Angelika Bernecker

    Die Chance, das Grundstück von der ersten Eigentümer, der Ärztegemeinschaft, zurück zu kaufen, hatte die Stadt nicht nur einmal, aber immer schon wurden Steuergelder lieber für andere spinnerte Projekte ausgegeben.
    Erwiesenermaßen plant der Herr B(l)uff eben nicht nach den gültigen baurechtlichen Vorgaben, im Gegenteil, nach seinem ersten eingereichten Plan hat er mit dem zweiten nochmal kräftig zugelegt und weiter überzogen. Lässt entweder auf Kaltblütigkeit schließen, auf Dummheit, was ich aufgrund der Vorgeschichte des Investors nicht glaube oder aber auf Vertrauen in die Konstanzer SV und das Baurechtsamt.

  6. 6. Fran Dam | http://TraurigeLuxusplne

    Wie schade, dass die Stadt einer so graußlichen Bebauung zustimmt! Vielmehr hätte man ein hübsches, generationenübergreifendes Wohnquartier errichten können, Häuser, die nicht höher sind als die Nachbargebiete, viele Grünflächen dazwischen, Alt, Jung, Singles, Familien gemeinsam unterbringen und den Baustil eher am Stadtbild des alten Konstanz ausgerichtet.
    Sehr schade! Warum glaubt eigentlich jede Gemeindeverwaltung, dass es erstrebenswert ist, Luxushotels oder Luxuswohnungen zu bauen? Sie sind zu groß und meist doch leer! Der so dringend benötigte bezahlbare Wohnraum ist das jedenfalls nicht.

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