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20. März 2018 | Bis zu 73 Millionen für Maxx-E-Motion-Center

Euroconcept nicht zu stoppen: Baubeginn fürs Grossprojekt

Konstanz (gro) An der Reichenaustrasse sind die Bagger in Aktion getreten. Damit ist, allen Unkenrufen der Heimatzeitung zum Trotz, mit dem Bau des Grossprojekts begonnen worden, und zwar pünktlich. Denn die Konstanzer Architekten Fredi d`Aloisio und Helmut Dury haben im Namen der Bauherren anze Arbeit geleistet. Die Euroconcept Group will zwischen der Bundesstrasse und der Line-Eid-Strasse bis zu 73 Millionen Euro investieren. Entstehen wird das grösste Hotel der Stadt mit 183 Zimmern, ein Parkhaus mit 420 Stellplätzen und ein Tagungszentrum mit 2230 Quadratmetern. Für Gastronomie und Events sind 4100 Quadratmeter vorgesehen. Die Gesamtmietfläche im Zentrum des Projekts beträgt knapp 14.000 Quadratmeter. Den Hotelbetrieb übernimmt die Hilton-Gruppe.

„Was moderne Nomaden brauchen“

Die Konstanzer Euroconcept GmbH ist eine Tochter der Euro Concept AG im schweizerischen Zug. Diese AG ist vor 10 Jahren von Kurt Breit, Guido Layer und Dr. Walter Gebhard als „länderübergreifendes Unternehmen“ gegründet worden, und zwar „für Immobilienentwicklung und Investment“. Auf dem 12.000 Quadratmeter grossen, unbebauten Konstanzer Wiesengrundstück soll entstehen, was sich „die urbanen Nomaden“ heutzutage angeblich brauchen: ein Premium-Economy-Hotel, moderne Tagungs-, Event- und Ausstellungsbereiche, Erholungsnischen, flexibel nutzbare Büroflächen sowie ein vielfältiges gastronomisches Angebot.

„Zentrum für Tagungskultur“

In etwa zwei Jahren soll das „Maxx-E-Motion Konstanz“ fertig gestellt sein. Die Stadt verfügt dann über zwei Veranstaltungshäuser in Sichtweite zu einander. Das „Bodenseeforum“ weiter stadteinwärts dürfte sich dann ein wenig mickrig ausnehmen. Es hat ja auch kein Hotel, kein Parkhaus, von einer ansehnlichen Gastronomie ganz zu schweigen. Eben ganz anders als das Maxx-Emotion, das sich im Untertitel auch prompt als „Zentrum für Tagungskultur“ bezeichnet.

Der Stadt war das Projekt offenbar nicht geheuer

Es wäre jedenfalls kein Wunder, wenn man erführe, dass man bei der Stadtverwaltung zurückgezuckt sei, als das Begehren für eine Baugenehmigung der Euroconzept auf den Amtstisch flatterte, und das ausgerechnet vor fünf Jahren, just zu der Zeit also, als sich Oberbürgermeister Uli Burchardt mit anhaltender Leidenschaft für die Übernahme des verlassenen Centrotherm-Neubaus durch die Stadt (und die IHK) aussprach. Die Euroconzept musste sich die Behandlung ihres Baugesuchs jedenfalls erst einmal erstreiten. Kein Wunder auch, dass die Stadtverwaltung die grösste Anschluss-Unterkunft für Flüchtlinge ausgerechnet auf dem Nachbargrundstück im Norden des Maxx-Emotion-Centers bauen will. Die Verwaltung, so sieht es aus, bemühte sich redlich, das Projekt zu behindern.

„Nicht Konkurrenz, sondern Ergänzung“

Bei Euroconcept liess man sich allem Anschein nach höchstens vorübergehend irritieren. D`Aloisio und Dury arrangierten ihre Bauten neu und boten sogar an, bei der Gestaltung eines mustergültigen Wohnheims für Flüchtlinge mitzuwirken. Aber Verzögerungen haben diese Korrekturen durchaus verursacht. Der genaue Bauablaufplan musste mehrmals geändert werden. Doch dann war auch der fertig. Baubeginn sollte schliesslich am 15. März 2018 sein. Und so kam es denn auch. D`Aloisio und Dury versichern, dass man sich nicht als Konkurrenz zum Bodenseeforum verstehe, sondern, ganz im Gegenteil, als Ergänzung. Auch was die Gastronomie angehe. Da könne man das Bodenseeforum künftig „sicher mitversorgen“.

Bild: www.frieder-schindele.eu



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2 Kommentare

  1. 1. Bruno Neidhart

    Nun scheint Konstanz doch noch zu einer veritablen Hotel-, Kongress- und Tagungsstadt zu mutieren - halt eben ein bisschen verzweigt im Stadtgebiet. Zu Erinnerung: Auf Klein Venedig am See wäre alles innenstadt- und bahnhofsnah auf einem Punkt attraktiv darzustellen gewesen - sogar mit Konzertsaal! Konstanz ist auch Kulturstadt. Ein zeitgemässer Konzertsaal für sein grosses Orchester sollte permanent als städtischer Programmpunkt aufscheinen. Ein Konzertsaal liesse sich womöglich auch in einem “Kombi-Projekt” mit privater Beteiligung realisieren. Maxx-E-Motion ist - ohne städtische Beteiligung - ein solches “Kombi-Projekt” in multifunktioneller Ausrichtung.

  2. 2. Z I R B S

    ..Donnerwetter, damit habe ich nicht mehr gerechnet !

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