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11. Oktober 2019 | Demo und Kundgebung auf der Marktstätte

Aufschrei gegen die Gräuel des Krieges in Nordsyrien

Konstanz (gro) „Der Krieg beginnt hier“, heisst es auf einem Transparent am Kaiserbrunnen. Gemeint ist der Vernichtungskampf entlang der Nordgrenze Syriens, den der türkische Staatspräsident Erdogan Mitte dieser Woche angeordnet hat. Mit deutschen Leopard-Panzern rückt dort die türkische Armee gegen kurdisch befriedete und beherrschte Landstriche vor, um sich zusätzliches Einflussgebiet einzuverleiben. Ein Ensemble des Konstanzer Theaters hat dort unlängst ein Gastspiel gegeben, um die Bemühungen der kurdisch durchsetzten Bevölkerung zu unterstützen. Logisch, dass Intendant Christoph Nix zu den Demonstranten gehört, die sich auf der Marktstätte treffen.

Heute Freitag erneut Demo und Mahnwache

In Syrien herrscht seit 8 Jahren Bürgerkrieg. In einem so genannten Stellvertreter-Krieg treffen dort von Russland unterstützte Militärkräfte und von den USA unterstützte Truppen auf einander. Gemeinsame Widersacher sind vor allem islamistische Bösewichter des so genannten „Islamischen Staats“ (IS) sowie die von unversöhnlicher Rivalität geprägten Moslems der Schiiten und Suniten.

Wer hört die Schreie der Kinder?

Politische Beobachter sind teilweise verzweifelt, dass es nicht gelingt, die Konflikte zu bewältigen. „Hört denn tatsächlich niemand die verzweifelten Schreie der Kinder, die sich vor den Bomben und Granaten fürchten?“, fragt ein Aktivist am Kaiserbrunnen. Eine weitere Demo mit Kundgebung ist heute Freitag um 18 Uhr am Kaiserbrunnen an der Marktstätte.

Bis Freitag Morgen, 11. Oktober 2019, sind bei der in London angesiedelten, Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, 17 syrische Zivilisten als Todesopfer der neuesten Kriegshandlungen im Norden Syriens verzeichnet worden, neben der Opfer in den Reihen der Kämpfer auf den verschiedenen mohammedanischen Seiten.



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