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30. März 2020 | Über 60 Menschen aus Wohnheim gerettet

Erneut Massen-Evakuierung durch die Feuerwehr

Konstanz (ots/gro) Bei einer erneuten Massenevakuierung sind von der Feuerwehr Konstanz am Wochenende über 60 Menschen aus einem schwer verqualmten Gebäude gerettet worden. Zum Rettungseinsatz kam es, nachdem ein Block der ehemaligen Militärkaserne in der Chérisy-Strasse mitsamt seiner zwei unpassierbar gewordenen Treppenhäuser für die Bewohner zu einer tödlichen Falle zu werden drohte. Entdeckt wurden Rauchentwicklung und Brand im Morgengrauen des Samstags kurz vor 6 Uhr. Drei Löschzüge und Spezialtrupps sowie zahreiche Einsatzfahrzeuge, dazu die Polizei, Rettungsdienste und eine Einheit des Kartastrophenschutzes halfen mit, eine Katastrophe zu verhindern. Bereits vor drei Wochen, am 8. März, hatte die Feuerwehr aus einem Wohnheim in der Steinstrasse gut 30 Studierende wegen eines Kellerbrands in Sicherheit bringen müssen.

Angekokelte Briefkästen und unpassierbare Treppenhäuser

Die zuerst eintreffenden Feuerwehrleute wurden von den Bewohnern in den Treppenhäusern und von den Fenstern des hohen Gebäudes herab mit lebhaftem, hilfesuchendem Winken begrüsst. Wie massiv das Gebäude bereits verqualmt war, sah man schon an den stark angekokelten Briefkästen der Eingaungsbereiche. Sofort wurde mit der Menschenrettung begonnen. Nebenher lief die Brandbekämpfung an. Wo die Treppenhäuser gänzlich unpassierbar geworden waren, brachten die Einsatzkräfte die Personen über tragbare Leitern und drei Drehleitern in Sicherheit.

Zwei Busse der Stadtwerke zum Schutz vor Kälte

Um sicher zu gehen, dass sich niemand mehr in den Wohnungen befand, wurden alle Wohnungen kontrolliert. Für die medizinische Untersuchung und Betreuung der Personen wurden laut Feuerwehr „die Module der Einsatzeinheit 1 des Katastrophenschutzes angefordert”. Um die Personen, die zum Teil nur in Schlafanzügen oder Nachthemden nach draußen kamen, mobilisierten die Stadtwerke zwei Busse zum Schutz vor der Kälte. Mit der Hilfe von Überdrucklüftern wurden die Räumlichkeiten von Qualm und Rauch befreit.

Zum Teil vorläufig unbewohnbar

Bei der vorläufig abschliessenden Kontrolle stellte sich heraus, dass manche Bereiche der ehemaligen Kaserne, die überwiegend von Studienden bewohnt werden, so beschädigt und verschmutzt sind, dass sie vorerst nicht begeh- und bewohnbar sind. All die Bewohner, die jetzt nicht wieder in ihre Wohnungen zurückkehren konnten, wurden von er Stadtverwaltung in einem Hotel untergebracht. Glück im Unglück: Bis auf zwei leicht verletzte Männer sind keine Personenschäden zu verzeichnen.

Uli Burchhardt erkundigte sich vor Ort

Oberbürgermeister Uli Burchardt machte sich vor Ort ein Bild vom Ausmass des Schadens. Während der aktuellen Situation durch das weltweite Auftreten des neuartigen Corona-Virus‘ sei schliesslich zusätzliche Vorsicht geboten, heisst es aus Feuerwehrkreisen. „Wir als Feuerwehr Konstanz haben durch interne Vorschriften versucht, eine Infizierung mit dem Virus innerhalb der Feuerwehr zu vermeiden und zumindest die Gefahr zu minimieren“, heisst es bei der Feuerwehr. Dies schränke „uns in der Ausführung unserer Aufgaben jedoch nicht ein“, heisst es weiter. Als Feuerwehr sei man „für unsere Stadt Konstanz jederzeit da“.



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