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12. Juli 2021 | Ein grosses Fest zur rechten Zeit

Wenn sich die deutsch-französische Freundschaft feiert

Konstanz (gro) Corona-Verwirrungen und Flüchtlingskrise, Ausgangssperren, ökonomische Verwerfungen, politische Konflikte und klimatische Kapriolen: Die Welt, so sieht es gerade aus, läuft Gefahr, aus den Fugen zu geraten. Da kommt ein grosses Fest zur rechten Zeit. Umso mehr, als es sich um ein grenzüberschreitendes und Grenzen verbindendes Ereignis handelt: 70 Jahre Deutsch-Französische Vereinigung – schlagender Beweis, dass es auf dieser Welt auch anders geht, dass aus einstigen Erbfeinden Freunde geworden sind. Präsident Claus-Dieter Hirt und seinem Team ist es gelungen, einen grossartigen Reigen auszurichten, zu dem etliche Vorträge und fünf Ausstellungen gehören. Und am Mittwoch kommt auch noch Catherine Veber, die weltgewandte französische Generalkonsulin nach Konstanz. Eröffnung der fast zweiwöchigen Festivitäten ist am heutigen Montag um 19.30 Uhr im Bürgersaal.

Jürgen Glöckler zur spannenden Geschichte der DFV

Zur Eröffnung wird Jürgen Glöckler, der Leiter des Konstanzer Stadtarchivs, die spannende Geschichte der DFV Konstanz erzählen, die sicher auch Ehrenpräsidentin Brigitte Weyl aufmerksam . verfolgen wird. Außerdem werden an diesem Montagabend die fünf Ausstellungen eröffnet, die während des zweiwöchigen Jubiläums-Reigens zu besichtigen sind. Die Ausstellungen können täglich von 10.30 bis 19 Uhr (Dienstag und Donnerstag schon ab 8.30 -19 Uhr) besichtigt werden.

Die Ausstellungen: Von „4falt“ bis zum Jakobsweg

In der Ausstellung 4falt präsentieren die vier Konstanzer Künstlerinnen und Künstler Margot Saydam, Gerard Davenel, Judith Bölle-Hirt und Gabriele Chemnitz-Bunten ihre Werke.

Die Ausstellung Mein Erasmus, meine Stadt ist das Ergebnis eines Fotowettbewerbs anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Erasmus-Plus Programms im Jahr 2017. Vermittelt werden hier durch Bild und Text Erfahrungen und Eindrücke der Studierenden, die einen Aufenthalt in einem französischsprachigen Land absolviert haben. Die Bilder wurden, wie uns mitgeteilt wird, bereits in mehreren Universitäten, drei Instituts français und der französischen Botschaft in Berlin ausgestellt.

Die Ausstellung Erbfeinde-Erbfreunde des Deutsch-Französischen Instituts führt mit Schautafeln durch die wechselvolle Geschichte deutsch-französischer Konflikte und Annäherungen. Eine der Schlüsselbotschaften dieser Ausstellung ist, dass die deutsch-französischen Beziehungen durch ein dauerndes Spannungsverhältnis zwischen Faszination und Anziehung einerseits, Misstrauen und Konflikten andererseits gekennzeichnet sind.

Die Fotoausstellung Monisto der baschkirischen Fotografin und Regisseurin Gulnaz Makieva ist ein Aufruf zum Schutz des geschichtlichen und kulturellen Ursprungs. Die Aufnahmen zeigen traditionelle baschkirische Kostüme und den Frauenschmuck „Monisto“. Die Fotos werden vom Freundeskreis „Brücke nach Ufa“ zur Verfügung gestellt.

Die Ausstellung The way to Santiago begleitet die Reise eines Wanderers auf dem Jakobsweg. Gestellt wird die Ausstellung vom spanischen Fremdenverkehrsamt in München.

Die Vorträge: Vom Weltraumfliegen bis zur italienischen Frau

Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten der DFV Konstanz im Bürgersaal wird es zahlreiche Vorträge zu verschiedenen Themen geben. In der ersten Woche des Vereinsjubiläums finden folgende Vorträge statt:

Am 13. und 15. Juli sprechen Mitglieder des Konstanzer/Kreuzlinger Aktionsbündnis Ciclo (ciclo-de.jimdofree.com/) über ein umweltfreundlicheres Miteinander. Am 13. Juli ab 17.30 sind ferner Francesco und Birgit Schnack-Lorio mit der Alternative zu Smart City = VagusCity dabei; dazu Jens Breyer mit Mein Freund der Baum.

15. Juli ab 17.30: Prisca Koch: Atmen ist Leben und Elke Arendt: Kreativ sein, macht glücklich gerade jetzt.

Von Raketen und Missionen im Weltall handelt Alison Ponches Vortrag über die Raumfahrt am 14. Juli um 15 Uhr. Vorgestellt werden das Leben der Astronautinnen und ihre Methoden zum Überleben im All.

Am 17. Juli um 14.30 referiert Friederike Lierheimer über Die moderne Frau in Italien – Merkmale einer neuen Zeit. Hintergrund: Mit der Einigung Italiens 1861 wurde das bis dahin geltende Frauenbild infrage gestellt. Doch selbst noch im 21. Jahrhundert sollte eine Auseinandersetzung stattfinden, ob die Forderungen der Frauenrechtler und Frauenrechtlerinnen tatsächlich umgesetzt worden sind.

Catherine Veber – eine überzeugte Europäerin

Während der Jubiläumsfeierlichkeiten der DFV Konstanz im Bürgersaal gibt es am kommenden Mittwoch, 14. Juli, ab 17 Uhr einen Französischen Themenabend, bei dem Catherine Veber, die Generalkonsulin von Frankreich in Baden-Württemberg, zu Gast sein wird, eine weltgewandte Frau, deren diplomatische Laufbahn sie unter anderem nach Bukarest und Tel Aviv geführt hatte. Catherine Veber gilt als überzeugte Europäerin, die in der deutsch-französischen Freundschaft einen „Motor für Europa“ sieht.

Der Cercle Francais stellt sich vor

Zum Programm des Französichen Abends gehört – logischerweise - die Vorstellung des Cercle Francais. Das übernimmt Dorothea Wuttke. Nicole Nicaise einen spricht nach einer Rede von Catherine Veber über „La Marseillaise et le Mémorial de la Marseillaise“. Daran anschließend gibt es ein Überraschungsquiz und eine gemeinsame Chorprobe mit dem deutsch-französischen Chor der DFV. Für das leibliche Wohl ist s gesorgt: Es gibt einen „apéritif dinatoire” mit verschiedenen französischen Canapés. Für die Kleinen gibt es die Gruppe „Les enfants“; für die Erwachsenen einen deutsch-französischen Chor. Der Cercle Français pflegt durch Treffen und Exkursionen Kontakte nach Frankreich und zur französischen Partnerstadt Fontainebleau.



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