1 Million Dollar für Wladimir Putins Festnahme
Konstanz/NewYork/Kiew (gro) Der in New York tätige, russische Geschäftsmann Alexander Konanykhin (55) hat 1 Million Dollar für Putins Festnahme („Tot oder Lebendig“) ausgesetzt. Bekommen soll das Geld der Polizeibeamte (oder eine entsprechende Gruppe von Beamten), der Wladimir Wladimirowitsch Putin „in Ausübung seiner Pflicht“ festnimmt. Putin sei nicht mehr Präsident Russlands, sondern habe seit seinem Überfall auf die Ukraine mehrfach die Verfassung gebrochen. Als russischer Staatsbürger fühle er sich verpflichtet, schrieb Konanykhin auf seiner Facebook-Seite, mit zu helfen, dass Putin aus dem Verkehr gezogen und vor Gericht gestellt wird.
Alter Freund von Michail Chodorkowsky
Konanykhin, der als IT-Genie unter anderem mit Software-Entwicklungen in Russland zu Wohlstand gekommen war, fiel nach anhaltender Kritik am Kreml-Regime und durch seine Freundschaft mit dem ebenfalls aufsässigen Michail Borissow Chodorkowsky (59), der mit Öl- und Gasgeschäften reich geworden war, in Ungnade. Nachdem ehemalige KGB-Agenten versucht hatten, ihn in Ungarn zu entführen, entschloss sich Konanykhin in die USA auszuwandern.
Erneute Karriere und mehrere Prozesse
In den Vereinigten Staaten, wo er sich unter anderem mit IT-gestütztem Dienstleistungsmanagement beschäftigt, machte der zugewanderte Russe erneut Karriere, obwohl er sich in mehreren Verfahren zunächst vergeblich um politisches Asyl bemühen musste und sich erst nach über einem Jahrzehnt juristisch voll durchsetzen konnte. Sein alter Freund Chodorkowski, der etliche Monate in Russland eingesperrt gewesen war, lebte da längst komfortabel und unbehelligt in der Schweiz.
Auf allen möglichen Kanälen weiterverbreitet
Vergangenes Jahr hatte das im noblen Empire Building betriebene Institut Konanykhins etwa 200 Mitarbeiter. Anzumerken ist schliesslich noch, dass sein Facebook-Eintrag iAnfang März noch am selben Tag gelöscht wurde. Unklar ist, ob der -Russe dabei aus eigenem Antrieb handelte, oder ob etwa das Unternehmen Facebook aktiv wurde. Inzwischen allerdings ist über den Eintrag trotz seiner kurzen Erscheinungszeit über alle möglichen Kanäle weltweit informiert worden - und natürlich hat die Kunde vom Kopfgeld inzwischen auch in Kiew die Runde gemacht. .





