Dass man als Hundehalter bei den Mitmenschen öfters aneckt, findet Gabriele Gericke vom DVG-Verein für Hundesport und Hundefreunde und mailte „dornroeschen.nu“ einen Artikel, dessen AutorIn ihr zwar nicht bekannt, dessen Inhalt ihr jedoch aus dem genervten Herzen zu sprechen scheint. Ebenfalls unbekannt ist der oder die FotografIn des Fotos. Es passt wunderbar zu diesem Beitrag. Vielleicht eine gute Anregung, wie man seine Hunde tarnen kann – Biene Maia kommt einfach bei machen Menschen besser an. Entschuldigung Liebe Mitmenschen, die ihr keine Hunde habt UND (ich betone UND) diese auch nicht leiden könnt! Ihr habt ja so Recht!
Was sind wir Hundebesitzer nur für ein schreckliches Volk? Und zwar alle. Egal, ob Dackelbesitzer, Kampfhund-, Mischlings-, Doggen- oder Mopsbesitzer. Wir sind alle schlechte Menschen und schlechte Menschen haben keine guten Hunde. Und ja: unsere Hunde haben Zähne, also sind sie böse! Es tut mir so leid! Ich möchte mich entschuldigen und euch mitteilen, dass ich aus meinen Fehlern gelernt habe: 1. Ich werde mich nie wieder auf einem öffentlichen Waldweg aufhalten, wenn ihr, liebe Fahrradfahrer, diesen benutzen möchtet. Dabei finde ich es völlig in Ordnung, wenn ihr nicht klingeln, nicht bremsen, geschweige denn eine kleine Kurve um mich und meinen Hund herum fahren wollt. Der Wald gehört Euch! 2. Ich werde nie wieder einem schlecht gelaunten Rentner widersprechen, der mich mit übelsten Schimpfworten belegt, weil ich einen Hund habe (der an der Leine neben mir läuft und den Rentner nicht mal angeatmet hat!). Rentner dürfen das. Rentner müssen auch nicht grüßen, schon gar keine Hundebesitzer. 3. Ich finde es völlig in Ordnung, wenn im Sommer Heerscharen von Menschen in die Naherholungswälder einfallen und dort ungehemmt ihre Notdurft verrichten. Menschen dürfen das. Ich erkläre meinem Hund, dass es unfein ist, menschliche Hinterlassenschaften in der Nähe des Wegesrandes aufzuspüren. Menschen finden das ekelig! Nur Hundebesitzer müssen Kottüten bei sich tragen. 4. Liebe Mütter! Natürlich dürft ihr euren Kindern im Wald die Windeln wechseln. Das ist ja auch völlig legal. Bei all den mütterlichen Pflichten ist es wirklich auch zuviel verlangt, die Windeln in die nächste Mülltonne zu werfen. Werft sie ruhig in die Büsche. Dann frisst mein Hund eben heute mal frisches Baby-Häufchen. Das bringt Abwechslung auf den Speiseplan! 5. Liebe Mitmenschen, die ihr so romantisch in freier Natur grillt. Ist er nicht herrlich, unser Rhein? Man kann sich an seinen Ufern so wunderbar erholen. Natürlich ist man danach viel zu müde, um seinen Müll wieder mitzunehmen. Das ist ja völlig verständlich! Nicht wahr, liebes Ordnungsamt? Da kneift man gerne mal ein Auge zu. Mein Hund, der dankenswerter Weise ja am Rhein ohne Leine laufen darf (Danke, Danke! Danke!) kann sich nie entscheiden, ob er zuerst in eine zertrümmerte Bierflasche treten oder an euren Grillresten ersticken soll! 6. Liebe Jogger, natürlich habt ihr Recht. Im Wald muss man nie mit unvorhersehbaren Dingen rechnen. Im Wald dürfen weder Kinder, langsame ältere Menschen, noch Hunde euren Weg kreuzen und euch nötigen, euer Tempo zu drosseln oder einen kleinen Ausfallschritt zu machen. Der Wald gehört euch! Wir Hundebesitzer können unseren Hund ja auch einfach auf einem Laufband im Wohnzimmer Bewegung verschaffen! 7. Ich erwarte nie wieder, dass man höflich Danke sagt, wenn ich meinen Hund am Wegesrand ins Platz lege, damit eine Riesengruppe laut klappernder Nordic Walker ungestört ihres Weges ziehen kann. Nordic Walker müssen nicht Danke sagen. Niemand muss Danke zu mir sagen. Ich bin ein Hundebesitzer! Liebe Mitmenschen, ich habe meinen Hund ausgebildet und ihm Gehorsam beigebracht, damit er im Wald nicht atmet, wenn sich uns ein Nicht-Hunde-Mögender-Mensch nähert. Ich habe meinem Hund beigebracht, liegen zu bleiben, wenn eine ängstliche Person sich uns nähert, damit wir anschließend beschimpft werden. Ich nehme gerne Rücksicht auf meine Mitmenschen, ohne ähnliches zurück zu erwarten! Und noch eins: Liebe wohlwollende Rentner und Hunde-Mögende Mitmenschen! Ich weiß, dass es euch gibt. Vereinzelt habe ich euch auch schon getroffen. Gerne würde ich mich öfter mit euch unterhalten und mein Hund mag es, wenn ihr ihn streichelt. Leider sind wir immer auf der Flucht! Nehmt es uns nicht übel, wenn wir uns andauernd hinter irgendwelchen Büschen verstecken. Verratet uns nicht! Wir sind illegale Waldbesucher! Danke! Bestimmt haben wir irgendwann Frieden, wenn wir uns nur tief genug ducken. Entschuldigung, dass ich noch über der Grasnabe krieche! (Autor unbekannt)
2 Kommentare
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Bei der Lektüre dieses Artikels mußte ich grinsen und kann es mir nicht verkneifen aus der Sicht eines Nicht-Hunde-Halters etwas dazu zu sagen. Wer solch ein Geheul anstimmt und dabei Klage erhebt, der sollte wenigstens den Mut haben, seinen Namen zu nennen. Aus der Anonymität heraus, um sich zu schlagen ist ein sicheres Zeichen von Feigheit. Unsicherheit und Schuldbewußtsein. Wie gesagt, ich habe keinen Hund, ich bin Läufer und ich bin Allergiker. All das macht mich jedoch keineswegs zum Hundehasser. Hunde sind mir schlicht und einfach egal und am liebsten, wenn sie Abstand von mir halten. Der Hund als solches ist einfach ein Lebewesen und muss somit respektiert und ordentlich behandelt werden. Da der Hund weit unter dem Menschen steht kann er auch keine Verantwortung übernehmen. An seinem etwaigen Fehlverhalten ist daher der Mensch schuld, oder anders ausgedrückt: Das Ar…lo.. des Hundes befindet sich am oberen Ende der Leine. Schaut doch einfach mal genau hin, was für ein Häufchen menschliches Elend übrig bleibt, wenn man manchem breitschultrig daher kommenden Kerl seinen Kampfhund und somit sein Selbstbewußtsein wegnimmt. Es ist der Halter, der ihn vermenschlicht. ihn weit über seine eigentliche Position in der Evolution erhebt und ihn heillos überschätzt, was seine Aufgaben und Fähigkeiten betrifft. Ich rede hier nicht von den artspezifischen Fähigkeiten, die uns Menschen nutzen, sondern von den angeblichen Charaktereigenschaften, die schlicht und einfach in ihn hineininterpretiert werden mit dem vergeblichen Ziel den eigenen Hund zu vermenschlichen. Ebenso wie die unbekannte Autorin könnte ich nun ein Geheul anstimmen über den verblödeten Hundebesitzer, der seinen Straßenköter ständig an den Eingang meines Büros pinkeln läßt, obwohl genügend Grünfläche in der Umgebung vorhanden ist. Über die Hundehalter, die die Häufchen zwar aufnehmen sollten, dies aber in den wenigsten Fällen tun, wie das Straßenbild einwandfrei belegt. Wieviele Tonnen Hundekot muss die Stadtreinigung jährlich entsorgen? Über die Hundespaziergänger, die auf die Bitte hin, den Hund doch an die Leine zu nehmen bis man selbst vorbeigelaufen ist antworten, dass der Hund doch nur spielen will. Ich weiß nicht, ob der Hund das will. Ein Spieltier ist er jedenfalls von Natur aus nicht. Und ich will auch nicht spielen, auch wenn mir das der Schäferhund am Hörnle fast nicht geglaubt hat, als er auf mich zuraste und die Besitzerin im Hintergrund erfolglos herumkreischte, er solle doch sofort zurückkommen. Im Sinne eines positiven Miteinanders mache ich weiter wie bisher. Ich “hinterlasse” nichts im Wald, räume den Grillplatz auf und werfe auch nicht mit Flaschen. Ihr Hundebesitzer solltet im Gegenzug euren Hunden ein anständiges Training gönnen (Schulen gibt es genug!), damit sie euch auch wirklich gehorchen und nicht der Hund mit euch spazieren geht, sondern ihr mit dem Hund. Sind dann noch die Menschen in der Lage sich durch freundliches Zurufen zu verständigen und gegenseitig zu respektieren, dann ist der Fall gelöst, denn der Wald ist groß genug für alle.
Schade, dass dieser Artikel schon so alt ist, oder schade, dass ich ihn erst jetzt bemerkt habe. Trotzdem denke ich, dass die Jammertante mit dem Vorzeigehund einer kurzen Läuterung auch von mir bedarf:
Durch ihre alberne und unsachliche Klage beweist sie, dass sie gut den Durchschnitt der „modernen“ Hundebesitzer repräsentiert, der dieses Haustier ausschliesslich zur Befriedigung der Befindlichkeiten der eigenen, armseligen Existenz angeschafft hat. Nur ein sehr geringer Prozentsatz der heutigen Hundebesitzer benötigt dieses Haustier wirklich zu einem anderen, weniger egoistischen Zweck. Ebenso verteilt verhält es sich mit dem Verständnis des Tieres als solches und der angemessenen Erziehung des Selben. Und damit sind wir genau beim Thema: Es sind die egoistischen und verschobenen Ansichten und die daraus folgenden, rücksichtslosen Verhaltensweisen, die die heutigen Hundebesitzer zum Ärgernis und oft zur Gefahr für ihre Mitmenschen machen. Die meisten sind nicht in der Lage, oder in ihrer Arroganz einfach nicht gewillt, einen anderen Blickwinkel auf die Dinge, die uns umgeben einzunehmen. Sie erwarten Verständnis für sie und ihren Hund, sind aber nicht bereit, für andere gleiches aufzubringen. Immer wieder erlebt man Hundebesitzer, die ihr naiv-romantisches Wunschdenken auf Ihren Vierbeiner abbilden und dabei den natürlichen, tierischen Bedürfnissen ihrer Lieblinge keinerlei Tribut mehr zollen. Bezeichnenderweise meinen aber alle von sich, gute Hundebesitzer zu sein. Nur die Hunde haben halt zuweilen einen eigenen „Charakter“, nicht wahr?!. Sicher schauen alle regelmässig im Privatfernsehen diese „Hunde-Nanny“ Sendung an. Ich habe keine Ahnung, ob die wirklich so heisst, aber es hat mir ein kurzer Sendeblock zwischen zwei Werbungen genügt um zu verstehen, dass dort immer dem Hundehalter eine Erziehung zuteil wird, niemals den Hunden. Das ist doch sehr bezeichnend, oder?
Deshalb will ich hier mal ein besonders plakatives Gleichnis spinnen: Stellt Euch vor, ein paar Kinder im Vorschulalter ballern mit scharfer Munition auf Feldwegen oder in Wäldern umher, und die begleitende Mutter antwortet darauf angesprochen: „Ach, die wollen doch nur spielen.“ Undenkbar? Unerhört? Mit gleicher Logik argumentieren Hundebesitzer regelmässig. Einer hat mal zu mir gesagt: „Ich kenne meinen Hund.“ Ihm war in seiner egoistischen Denkweise dabei sicher nicht klar, wie wenig mir diese Aussage nützt, selbst wenn ich davon ausgehen könnte, dass sie wahr ist.
Darum liebe Hundenarren: Bitte versucht doch mal, andere Blickwinkel einzunehmen. Z.B. den eines Familienvaters, der beim Spaziergang mit seinen Kleinkindern einem für sie riesengrossen Schäferhund begegnet, der in strammem Trab die Gegend durchmisst. Sein Frauchen/Herrchen ist noch nicht mal in Sichtweite. Man muss wirklich kein Hundehasser sein, um hier um das Wohlergehen mindestens seines Nachwuchses zu bangen. Oder die Sicht eines Läufers oder Radfahrers, der –sich plagend- natürlich mit höherer Geschwindigkeit daher kommt und nicht weiss, ob ihm der tobende Döner da vorne gleich in Vorderrad oder Bein beisst. Beide Möglichkeiten wird er normalerweise zu vermeiden suchen, denn sie gelten zusammen mit einem sicher folgenden Sturz als durchaus schmerzhaft.
Ist das für Euch so schwer zu verstehen? Wir kennen weder Euch noch Eure Hunde und sind auf das angewiesen, was wir an Verhalten sehen und einschätzen können. Wie beruhigend wirkt da ein sichtlich gehorsamer Hund, der –auch wenn es dem Halter unnötig erscheint- für den kurzen Moment der unmittelbaren Begegnung an der kurzen Leine gehalten wird. Das wäre ein klares, verständliches Signal.
In der nahen Schweiz übrigens habe ich ganz andere Erfahrungen gemacht. Hier scheint das Verständnis des Hundes noch deutlich gesünder zu sein. Hier wird auch in ortsnahen Regionen ein frei laufender Hund selbstverständlich zu sich gerufen und angeleint, wenn man anderen Leuten begegnet. Und die Hunde gehorchen hier angemessen. Ein jugendliches Mädchen (Jungen in selbem Alter ordnete man früher gerne den Flegeljahren zu) liess ihren Hund sogar „Sitz“ machen, während unserer Begegnung. Klar, dass ich mich da gerne und freundlich bedanke. Ein durchaus löbliches Verhalten.
Alle Hundebesitzer jedoch, die z.B. einem Gast einen Sitzplatz verwehren, weil ja gerade der Hund dort sitzt/liegt, gehören m.E. geschlagen. Ebenso sollte mit Solchen verfahren werden, die Hundehaufen nicht vorschriftsmässig entsorgen.
Generell zweifle ich an, dass all die sichtbaren Hundehalter trotz ihrer Überzeugung eine artgerechte Haltung ihrer Hunde realisieren können. Die meisten wissen ja nicht mal, was das für ihren Hund bedeutet. In der Parkanlage am Klinikum Reichenau kann man oft einen besonders krassen Fall von Tierquälerei am geliebten Vierbeiner beobachten: Hier landet regelmässig eine Frau, deren Hund derart fett gefressen ist, dass man nicht einmal mehr die Rasse erkennen kann. Dieser Hund ist nicht mehr in der Lage 3 m zu Laufen, ohne verschnaufen zu müssen. Sie trägt die Fettrolle aus dem, und ins Auto. Warum lasst ihr Hundeliebhaber das zu? Hier wäret ihr an der Reihe mit einer Intervention. Uns steht so etwas ja nicht zu.