Konstanz (gro) Die Stadtmarketing GmbH macht mit Hilfe manipulierter Leserbriefe Stimmung in eigener Sache. Das geht aus Unterlagen hervor, die dornroeschen vorliegen. Daraus ist ersichtlich, dass Mitarbeiter der Firma in mindestens zwei Fällen vergangenes Jahr Leserbriefe zu Gunsten des Stadtmarketings und dessen Aktivitäten entworfen und verfasst haben, Die Briefe wurden dann von betriebsfremden Bekannten unterschrieben und dem „Südkurier“ untergeschoben. Der Chef will davon nichts wissen. „Über meinen Tisch ist so etwas jedenfalls nicht gelaufen“, versichert Friedhelm Schaal (Bild), der nicht nur die Gesellschaft mit beschränkter Haftung, sondern auch das städtische Amt für Wirtschaftsförderung leitet. Wenn die Heimatzeitung gängelt… Leserbriefkampagnen sind Schaal allerdings nicht fremd. Vor allem im Vorfeld der Volksabstimmung über ein Konstanzer Kongresszentrum im Jahre 2003 habe es solche Erscheinungen gegeben. Zu Misshelligkeiten sei es damals auch deswegen gekommen, sagte Schaal weiter, weil sich Leserbriefschreiber von der Konstanzer Heimatzeitung gegängelt und Damit niemand den Schwindel bemerkt Nach Informationen von dornroeschen ist es allerdings nach wie vor durchaus üblich, dass Mitarbeiter und Praktikanten der Stadtmarketing GmbH immer wieder im persönlichen Bekanntenkreis nach Personen suchen, die bereit sind, innerhalb der Firma verfasste Leserbriefe zu unterzeichnen und an den „Südkurier“ zu schicken. In dem Zusammenhang werden auch genaue Anweisungen gegeben, wie zu verfahren ist, damit niemand bei der Zeitung den Schwindel bemerkt. Die manipulierten Briefe müssen genehmigt werden Aus dem Kreis der Stadtmarketing-Mitarbeiter ist ferner zu erfahren, dass die fraglichen Leserbriefe oft vom so genannten Fussvolk der Firma verfasst und dann der Leitung der GmbH zur Genehmigung vorgelegt werden. Erst nach dem Plazet der vorgesetzten Kollegen und der Freigabe eines solchen Briefes tritt der Bekannte als Absender und angeblicher Verfasser gegenüber dem „Südkurier“ in Aktion. Der Zeitpunkt ist denkbar ungünstig Für Friedhelm Schaal und seinen engsten Mitstreiter Hilmar Wörnle kommt die Geschichte über die Manipulation mit Leserbriefen zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt ans Tageslicht. Schaal will am kommenden Donnerstag zum neuen, hundertprozentigen Leiter des Wirtschaftsförderungsamts gewählt werden (das er bisher zwar schon leitet, aber nur zu 30 Prozent verwalten darf) - und Wörnle soll sein Nachfolger an der Spitze der Stadtmarketing GmbH werden…
6 Kommentare
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Wer im Glashaus sitzt, liebes Dornröschen, werfe nicht mit Steinen.
Ich möchte mal nur an den hier abkrakadabra verschwundenen Leserbrief des Zieger-Mitarbeiters erinnern, in dem zwar verbal nicht ausgereift, aber inhaltlich umso deutlicher die internen Zustände bei diesem Konstanzer Figaro angeprangert wurden…. Der Brief wurde irgendwann gelöscht, vermutlich weil Meister ZIeger sich dahinter geklemmt hat….das war ja auch zu peinlich für ihn, was da so drin stand.
Wie auch immer: Für mich jedenfalls auch kein korrkter Umgang mit Leserbriefen.
Ich erinnere mich an die Stadtratssitzung, in der Herr Schaal mit 30% zum Leiter der Wirtschaftsförderung gewählt wurde. Eigentlich schon ein Unding. Dies haben auch viele Stadträte so dargestellt. Wie kann man eigentlich zu 70% Stadtmarketingleiter sein und zu 30% Wirtschaftsförderungsleiter. Diverse Stadträte: “Wie soll das gehen”, teilweise mit Kopfschütteln. “Haben sie da immer ihre Uhr bei der Hand, oder wie teilen sie ihre Zeit ein”. So in etwa waren die Kommentare. Ist der Mittschnitt noch vorhanden? Ich finde, ein guter Trick (Strategie) um den 100%-Leiter vorzubereiten.
oder wer immer du bist: Wenn du den fraglichen Brief gegen Friseurmeister Zieger so gut in Erinnerung hast, dann weisst du sicher auch noch, dass darin geschäftschädigende, zum Teil beleidigende Behauptungen aufgestellt wurden. Und zwar ohne sie zu belegen und anonym. Deswegen hätte jener von dir so geschätzte Leserkommentar gar nicht veröffentlicht werden dürfen. Es war dornroeschens Fehler, ihn stehen zu lassen. Diesen (meinen) Fehler haben wir, leider etwas spät, korrigiert Ich frage mich, warum du darauf so herumreitest? Was ist der eigentliche Grund?
Bis bald einmal, hoffentlich weniger anonym, grüsst dich
dornrroeschen (Erich Gropper)
Nun, das Problem 30% / 70 % ist ja nun mehr eine Frage der Haushaltstöpfe gewesen, denke ich. Das eigentliche Problem, das ich in diesem Vorgehen sehe, ist die Umgehung der parlamentarischen Kontrolle (und würde die vom OB auch als noch so gering angesehen). Dass ein OB mit seinem eigenem Rat, dem er ja nur vorsteht, ihn aber nicht missbrauchen soll, derart undemokratisch umgeht, ist eigentlich zumindest für einen OB aus dem grünen Spektrum schade.
Es nähme dann auch nicht Wunder, wenn die Mitarbeiter des OB selbst die demokratischen Institutionen - also hier die Presse - ebenfalls nicht ernst nähmen, falls sich die in aller Regel guten Recherchen vom Dornröschen bewahrheiten sollten. Hier werden Personen und Institutionen beschädigt, ohne Not und (offenbar) ohne Kenntnisnahme vom “Blättle”.
Etwas traurig grüßt Euch,
enzo
…jetzt hat das “Blättle” ja doch reagiert. Man kann auch durch Handeln und lautstarkes Bestreiten, unterstützt vom richtigen Medium, Dinge bestätigen, die für andere noch fraglich scheinen. Es wäre schön, wenn’s Dornröschen hier nachlegen könnte.
hmmmmm
enzo
dein Wunsch ist erfüllt worden, zu deinen Nachfragen in Sachen Arbeitsplatzentwicklung gehe ich weiter oben ein.
dornroeschen (gro)