Für alle, die zur Finanzkrise endlich alles wissen wollen
Konstanz/Singen (gro) Ist die Finanzkrise vorbei, bevor wir sie verstanden haben? Hat sich die Konjunktur erholt, obwohl die Schuldenberge riesengross geblieben sind? Dies und manches mehr zur Lage in Deutschland und in der Welt würden wir alle gerne wisssen. Die Sozialdemokraten im Kreis Konstanz kommen diesem Bedürfnis entgegen und veranstalten eine wirtschaftspolitische Fachdiskussion, die Antworten geben soll auf drängende Fragen. Die Experten sind Nicolette Kressl, die finanzpolitsche Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion und der Singener Sparkassenchef Volker Wirth. Die öffentliche Abendveranstaltung für alle, die endlich Bescheid wissen wollen über die Finanzkrise und ihre Folgen, ist kommenden Dienstag um 18.45 Uhr in der Sparkasse Singen.
Teilnehmer sollen sich anmelden
Initiator der wirtschaftlichen Fachdiskussion ist der Konstanzer SPD-Bundestagsabgeordnete Peter Friedrich. Wie es in einer Mitteilung der SPD weiter heisst, sollen sich alle, die an dem Diskussionsabend in Singen teilnehmen wollen, bei Friedrich im Wahlkreisbüro an der Konstanzer Marktstätte 7 anmelden, am besten über die E-Mail peter.friedrich@wk.bundestag.de 
Zwei Jahre als Staatssekretärin gearbeitet
Nicolette Kressl, 52, die seit 16 Jahren dem Deutschen Bundestag angehört und von 2007 bis 2009 als Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfinanzministerium arbeitete, wird das Expertengespräch leiteten. Sie ist seit der letzten Bundestagswahl finanzpolitische Sprecherin ihrer Fraktion. Der programmatische Titel des Abends ist in eine Forderung gekleidet: „Gesundes Wachstum durch aufrichtige Finanzpolitik“.
Wer trägt die Lasten des Schuldenabbaus?
Es wird an diesem Abend unter anderem auch darum gehen, inwieweit die nationalen und internationalen Finanzmärkte geregelt gehören und inwieweit dies überhaupt möglich ist. Auch die Stabilität des Euro wird Diskussionsthema sein und die Frage, wer die Lasten des Schuldenabbaus zu tragen hat.






Na, Bravo! Während ausgewiesene Fachleute wie Sarrazin aus der Partei geworfen werden, bleiben Parteikarrieristen trotz ressortferner Ausbildung standhaft auf ihrem Posten.
Nicolette Kressl wird als “Finanzexpertin” gehandelt und ist - nicht, daß ich was an diesem Beruf auszusetzen habe - gelernte Berufsschullehrerin für Bäcker und Konditoren. Aber wie das halt so ist: Immer stramm in der Partei gewesen und immer fern vom Wählerwillen stets über die Landesliste Baden-Württemberg in den Bundestag eingezogen, macht einen halt irgendwie zum “Experten”.
Aber sie ist ja in bester Gesellschaft: Andrea Nahles hat sich mit einem Studium von Germanistik und Politikwissenschaft natürlich bestens für gerüstet, um ausgerechnet eine “Expertin” für Arbeit und Soziales zu sein. Über Arbeit reden, ohne jemals gearbeitet zu haben, geht natürlich, wenn die Parteikarriere stimmt. Und von Sigmar Gabriel, Experte für alles, ganz zu schweigen. Immerhin kann man als Deutschlehrer sogar Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit werden.
Übertragen auf das Leben außerhalb des Politzirkus würde das folgendes bedeuten: Jeder Maler, der lange genug in einem Hochsicherheitslabor für Forschung an Pestviren die Gänge gestrichen hat, darf irgendwann auch mal ein bisschen an den Reagenzröhrchen herumfummeln. Schließlich hat er lange genug zugeguckt.
Aber das ist nicht nur eine Krankheit der SPD: Auch der CDU sind ihre klugen Köpfe abhanden gekommen. Zurück bleiben Parteibuch-Experten.