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14. Oktober 2010 | Montag Bürgergespräch in Spitalkellerei

Horst Frank auf der Suche nach dem verlorenen Vertrauen

Konstanz (gro) Auf seiner städtischen Tour mit Bürgergesprächen kommt Horst Frank am kommenden Montag im historischen Zentrum an. Ab 18 Uhr ist in der Spitalkellerei in der Brückengasse Gelegenheit, mit dem Stadtoberhaupt ins Gespräch zu kommen. Kommunalpolitische Beobachter werten die jüngste Gesprächsrunde zum Thema Sparhaushalt als den Versuch, verloren gegangenes Vertrauen zurück zu gewinnen. Vertrauen eingebüsst haben Verwaltung und Gemeinderat zuletzt vor allem im Zusammenhang mit dem Konzerthaus-Projekt.

Plötzlich waren die Finanzen knapp

Bis zum Bürgerentscheid im vergangenen März war von der Verwaltung und grossen Teilen des Gemeinderats geradezu gebetsmühlenartig versichert worden, dass sich Konstanz ein Konzert- und Kongresshaus auf Klein Venedig leisten könne, ja leisten müsse. Kaum war das Projekt durch den Bürgerentscheid verworfen worden, war plötzlich die klamme Finanzlage der Stadt das Hauptthema der Kommunalpolitik. Doch statt sich beim Konstanzer Volk zu bedanken, dass es das 60-Millionen-Projekt in weiser Voraussicht abgelehnt hatte, gab es zunächst vor allem Vorwürfe an die Adresse der Bürgerschaft, die sich der Zukunft verweigere.

Wenig Kreativität der Kommunalpolitiker

Als sich die Kommunalpolitiker dann zurückzogen, um in der Kartause Itingen über die so plötzlich so viel schlechter gewordene Finanzlage der Stadt nachzudenken und dafür 10.000 Euro ausgaben, aber wenig Kreativität zeigten, schwand das Vertrauen der Bürger weiter dahin. Bei den Bürgergesprächen können nun genau diese Themen erörtert werden. Dass nach zehn „fetten Jahren”, in denen die Stadt von hohen Gewerbesteuereinnahmen profitierte, nun drei „magere Jahre” auf die Stadt zu kommen, ist mittlerweile sattsam bekannt. Trotzdem würden viele Bürger zum Beispiel gerne wissen, was nun zu geschehen hätte, wenn das Projekt auf Klein Venedig angenommen worden wäre. Müsste man es nun schon wieder streichen? Oder wäre ein Kongress- und Konzert-Haus trotz allem finanzierbar?



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4 Kommentare

  1. 1. Kultur

    Horst Frank wird ein Vertrauen in dieser Stadt nicht mehr finden. Selbst seine Ortsteilgespräche, die in den letzten Jahren eine Werbetour für „sein“ Konzerthaus (KKH) waren, wird wohl der getäuschte Bürger nicht mehr annehmen, um jetzt seinen Sparzielen mit 180°-Wendung zu hören. Dieser „Ober-Meister der Bürger“ hat uns mit seinen Vorbereitungen zum Kongress- und Konzerthaus noch mal ca. 2.000.000,- Euro Verlust gebracht. Der beste Sparkurs wäre die Trennung von unfähigen Verwaltern, doch dieser Bürgerwunsch ist wohl unerfüllbar. Aber auch die Trennung von Stadträten, die schon lange den Kontakt zum Bürger verloren haben und großzügig auf Kosten der Bürger bestellen, wäre eine der effektivsten Sparentscheidungen. Leider Visionen!

  2. 2. Leser

    Au man. In was für einem von linkem Ökogeist verseuchten Land leben wir eigentlich inzwischen? In der Schweiz haben sie gerade den Gotthardtunnel durchgebohrt, in China werden mal eben für Pekings neue Trinkwasserversorgung 330000 Menschen umgesiedelt. In Stuttgart dagegen tagt ein Schlichtergremium unter Vorsitz eines achtzigjährigen Greises und beschließt erst mal einen Baustopp für den neuen Bahnhof. Es muss erst mal nach dem Juchtenkäfer geguckt werden! Das ist typisch für eine fette, satte Nation. Statt qualifizierte Ingenieure auszubilden, züchten wir einen Haufen Sozialpädagogen, GenderforscherInnen und Politikwissenschaftler heran, die die Geschicke des Landes in die Hand nehmen und nur noch weiter herunterwirtschaften.

    Konstanz hat seine Zukunft vergeigt, trotzdem jubeln die Konzerthausverhinderer immer noch. Alleine das Getue um die Westtangente. Kurven für Tiere!
    Die Tagesschau meldete, daß die Zubringer zum neuen Gotthard-Tunnel bei uns baumäßig weit hinterherhinken und noch längst nicht fertigwerden. Klar doch bei dem rotgrünen Gesinungsterror. Wenn der Tunnel fertig ist, fahren wir höchstens noch per Fahrrad über die Alpen. Die nachkommenden Generationen werden über uns lachen.

    Ich kanns nicht mehr hören. Bei jeder Meldung aus dem Rathaus wird das Konzerthaus wieder angeführt. Wie kleine Kinder im Sandkasten, die keine Ruhe geben können. Auch wenn es ein Desaster ist: Die Bürger haben entschieden und nun lasst gut sein. Es ist gut, daß gespart wird. Die, die gegen das KKH waren, haben sowieo nie verstanden, wie das mit der Finanzierung und den Kosten gelaufen wäre.

    Wenn der OB in die Stadtteile geht, um mit den Bürgern zu sprechen, ist das gut. Muss man den njetzt mit aller Gewalt was Negatives daran finden? Das ist lächerlich und zeugt von selten dämlicher Gesinnung und es macht mir Angst, daß solche Leute mit so einer eigenartigen Sicht der Dinge überhaupt wählen dürfen. Denn Trennung von Stadträten bewirkt immer noch der Wähler, soviel zum Verständnis, Herr Kultur. Apropos Kultur: Da kann man mal den Rotstift ansetzen. Und bei den Sozialausgaben auch. Stattdessen werden lieber Bauprojekte gestoppt, die wenigstens was bringen. Denn jeder Cent für Kultur und Soziales ist unwiederruflich verloren und nützt niemandem. Irgendwann ist überhaupt kein Geld mehr da, was wir uns leihen können und für sozialen Quatsch ausgeben können. Dann gucken die ganzen linksrotgrünen Sozialromantiker und Herunterwirtschafter in die Röhre.

  3. 3. Kultur

    @Leser (und Zuviel-Schreiber)

    mir graut vor Dir!

  4. 4. tortugabodensee

    @Leser
    Da hat sich wohl eine in Erwartung eines Konzerthauses ein paar neue Abendkleidchen gekauft und ist nun beleidigt, dass sie sie nicht ausführen darf. Und das nur, weil das dämliche Konstanzer Wahlvolk -zu blöde, um die geniale Arithmetik der Planer zu kapieren- den supertollen Palast nicht wollte. Dumm halt, das mit der Demokratie…

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